Anklageschrift gegen Tolga Şardan fertiggestellt! Haftstrafe gefordert...
Gegen den Journalisten Tolga Şardan, der festgenommen, inhaftiert und später wieder freigelassen wurde, weil er über ein Schreiben berichtete, in dem das Präsidialamt den türkischen Geheimdienst MİT um einen Bericht zu den Vorgängen in der Justiz gebeten haben soll, wurde eine Haftstrafe von bis zu 5 Jahren gefordert.
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Die Anklageschrift gegen den Journalisten Tolga Şardan, der nach der Veröffentlichung seines Artikels mit dem Titel „Was steht in dem vom MİT dem Präsidialamt vorgelegten ‚Justizbericht‘?“ auf Grundlage des sogenannten Zensurgesetzes am 2. November inhaftiert und später wieder freigelassen wurde, ist fertiggestellt.
Wie T24 berichtet; wird in der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellten Anklageschrift eine Haftstrafe von bis zu 5 Jahren gegen Şardan gefordert. Ihm wird vorgeworfen, die Straftatbestände der „öffentlichen Verbreitung irreführender Informationen“ im Rahmen der Desinformationsregelung sowie der „Herabwürdigung der Justizorgane des Staates“ erfüllt zu haben.
In der Anklageschrift wird behauptet, dass Şardan versucht habe, die Öffentlichkeit in die Irre zu führen, indem er in seinem Artikel darlegte, dass selbst der Istanbuler Generalstaatsanwalt İsmail Uçar einen Brief an den Rat der Richter und Staatsanwälte (HSK) geschrieben habe, um Korruptions- und Bestechungsvorwürfe in den Justizgebäuden zu melden, und indem er weitere Anschuldigungen thematisierte.
In der 6-seitigen Anklageschrift wird zudem festgehalten, dass aufgrund des besagten Artikels ein Ermittlungsverfahren von Amts wegen eingeleitet wurde, Şardan festgenommen und inhaftiert wurde und sein Mobiltelefon sowie digitale Materialien beschlagnahmt wurden.