Anklageschrift im Fall des Polizistenmordes bei TÜVTÜRK erstellt

Nach dem Tod des Polizeibeamten Melih Okan Keskin infolge einer Auseinandersetzung an der TÜVTÜRK-Fahrzeugprüfstelle in Ankara-İvedik wurde gegen vier Tatverdächtige Anklage wegen "Herbeiführung des Todes durch vorsätzliche Körperverletzung" mit einer Strafandrohung von jeweils bis zu 14 Jahren Haft erhoben.

İHA

Die von der Generalstaatsanwaltschaft Ankara erstellte Anklageschrift wurde an das 12. Schwurgericht Ankara übermittelt. In der Anklageschrift wird dargelegt, dass Melih Okan Keskin bei dem Vorfall am 2. Februar 2026 an der Fahrzeugprüfstelle İvedik im Bezirk Yenimahalle durch Schläge schwer verletzt wurde und am 5. Februar im Krankenhaus verstarb.

Es wurde berichtet, dass es am Tag des Vorfalls während einer Fahrzeuguntersuchung zu einem Streit kam, der in eine Schlägerei eskalierte. Dabei sollen die Tatverdächtigen Rahman Görfidan und Yiğitcan Karlar den Beamten Keskin geschubst und aus der Station gedrängt haben, während Murat Yıldırım zuschlug und Saruhan Atasoy schließlich mit einem Schlag dazu führte, dass Keskin das Gleichgewicht verlor.

Unter Bezugnahme auf den Bericht der Rechtsmedizin wird in der Anklageschrift festgehalten, dass Keskins Tod auf eine intrakranielle Blutung infolge eines stumpfen Schädeltraumas zurückzuführen sei, ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Übergriff und dem Tod bestehe und keine anderen Todesursachen festgestellt werden konnten.

Der Bericht führt zudem aus, dass laut Kameraaufzeichnungen ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen dem Schlag von Saruhan Atasoy um 17:49 Uhr und dem Tod bestehe. Es wurde vermerkt, dass die anderen Tatverdächtigen in gemeinschaftlichem Handeln und mit einheitlichem Vorsatz agierten und durch das Brechen des Widerstands des Opfers an der Tat beteiligt waren.

BIS ZU 14 JAHRE HAFT GEFORDERT

In der von der Generalstaatsanwaltschaft Ankara erstellten Anklageschrift wird für die inhaftierten Tatverdächtigen Saruhan Atasoy und Murat Yıldırım sowie die auf freiem Fuß befindlichen Tatverdächtigen Rahman Görfidan und Yiğitcan Karlar wegen des Vorwurfs der "Herbeiführung des Todes durch vorsätzliche Körperverletzung" eine Freiheitsstrafe von jeweils bis zu 14 Jahren gefordert.

Unterdessen wurde mitgeteilt, dass gegen die in den Vorfall involvierte stellvertretende Stationsleiterin Buket Bilecen İnce ein Verfahren nicht eingeleitet wurde.

Die Anklageschrift wurde vom 12. Schwurgericht Ankara zugelassen.