Anklageschrift zum bewaffneten Angriff auf Serhat Akın fertiggestellt

Die Generalstaatsanwaltschaft Beykoz hat die Anklageschrift bezüglich des bewaffneten Angriffs auf den ehemaligen Nationalspieler Serhat Akın fertiggestellt.

AA

In der Anklageschrift wird dargelegt, dass mehrere Personen auf Anweisung aus dem Ausland vor und nach der Tat in gemeinsamer Absprache und Handlung gehandelt hätten. Zudem wird betont, dass anhand von Kameraaufzeichnungen festgestellt wurde, dass vor dem Angriff eine Ausspähung des Tatorts stattgefunden habe.

In der Anklageschrift wird ausgeführt, dass die Verletzungen von Serhat Akın in Form von Trümmerbrüchen vorliegen und die Auswirkungen auf seine Lebensfunktionen laut einem Bericht des Instituts für Rechtsmedizin als schwerwiegend eingestuft wurden.

Angesichts der Tatsache, dass aus einer kurzen Distanz von etwa 3 bis 4 Metern drei Schüsse auf Akın abgegeben wurden, alle drei Projektile trafen, die Verdächtigen nach der Tat flohen und die Art der verwendeten Waffe berücksichtigt wurde, wird die Tat in der Anklageschrift als „versuchter vorsätzlicher Mord durch Planung“ eingestuft.

Es wird erläutert, dass der flüchtige Verdächtige H.Ş., gegen den auch wegen eines anderen „vorsätzlichen Tötungsdelikts“ in diesem Jahr in Kumburgaz ein Haftbefehl vorliegt, die Verdächtigen O.D., O.M. und E.Ü. zur Tat angestiftet habe. Nachdem O.D. mit einer von E.Ü. erhaltenen Pistole auf den Geschädigten geschossen habe, sei O.M. mit einem Motorrad zum Tatort gekommen, um O.D. die Flucht zu ermöglichen.

In der Anklageschrift wird betont, dass E.Ü. vor dem Angriff gemeinsam mit den Verdächtigen O.M. und O.D. den Tatort ausspähte und die bei der Tat verwendete Pistole sowie Masken beschaffte. I.T. habe den flüchtigen Verdächtigen beim Verstecken geholfen, M.A. habe zur Wahrung der Geheimhaltung den Helm beschafft, den O.D. während des Angriffs trug, und Y.G. habe sich an der Tat beteiligt, indem er 250.000 Lira, die er vom Anstifter H.Ş. erhalten hatte und als Gegenleistung für diese Tat angesehen werden, an die Verdächtigen O.D. und O.M. übergab.

In der von der Generalstaatsanwaltschaft erstellten Anklageschrift wird für die 7 Verdächtigen wegen des Vorwurfs des „versuchten vorsätzlichen Mordes durch Planung“ eine Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren gefordert.

Die Anklageschrift wurde mit dem Antrag auf Eröffnung eines Verfahrens an die Generalstaatsanwaltschaft Anadolu übermittelt.