Ankündigung von Gülistan Dokus Anwalt zu 'hochrangigem Beamten als Vertuscher': Wir werden Beweise vorlegen
Ali Çimen, der Anwalt der Familie der seit dem 5. Januar 2020 in Tunceli vermissten Studentin Gülistan Doku, hat eine neue Erklärung zu den Ermittlungen abgegeben, in deren Rahmen 13 Personen festgenommen wurden.
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In den Ermittlungen zum Verschwinden der Munzur-Universität-Studentin Gülistan Doku in Tunceli, von der seit dem 5. Januar 2020 jede Spur fehlt, wurde 6 Jahre später ein kritischer Schritt unternommen.
In der Akte, in der sich die Generalstaatsanwaltschaft Tunceli auf den Verdacht eines "Mordes" konzentriert, wurden Haftbefehle gegen 13 Personen erlassen, darunter Mustafa Türkay Sonel, der Sohn des damaligen Gouverneurs von Tunceli, Tuncay Sonel, dessen Leibwächter sowie Zeinal Abarakov, der Freund von Doku. Ihnen wird "vorsätzliche Tötung" und "Verdunkelung von Beweismitteln" vorgeworfen; 12 Personen wurden festgenommen.
Gülistan Doku, Studentin im zweiten Jahr des Fachbereichs Kinderentwicklung an der Munzur-Universität, verließ am Morgen des 5. Januar 2020 das Studentenwohnheim (KYK), in dem sie wohnte.
Nachdem Freunde und Familie nichts mehr von Doku gehört hatten, erstatteten sie am 6. Januar eine Vermisstenanzeige bei der Polizei. Bei ersten Untersuchungen wurden Aufnahmen gefunden, die zeigten, dass Doku einen Tag vor ihrem Verschwinden mit ihrem Freund Zeinal Abarakov gestritten hatte und versucht worden war, sie gewaltsam in ein Fahrzeug zu zwingen.
In den ersten Monaten der Ermittlungen konzentrierten sich die Sucharbeiten auf den Uzunçayır-Stausee, basierend auf der Behauptung, Gülistan Doku sei auf der Dinar-Brücke (Sarı-Saltuk-Viadukt) gesehen worden, sowie auf der Einschätzung, dass es sich bei einem auf den Aufnahmen der städtischen Überwachungskameras (KGYS) sichtbaren "in das Wasser fallenden Objekt" um sie handeln könnte.
Teams der Marine, der Katastrophenschutzbehörde AFAD, der Gendarmerie und der Polizei suchten monatelang mit Unterwasserrobotern und Sonargeräten. Auf beharrliches Drängen der Familie wurde das Wasser des Stausees abgelassen und der Pegel gesenkt, doch die tagelangen, ununterbrochenen Sucharbeiten blieben ohne Ergebnis.
In einem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto erklärte Çimen: "Am 15. April werden wir einen Teil der Handlungen des Vertuschers, den wir als hochrangigen Beamten kodiert haben, mit stichhaltigen Beweisen veröffentlichen."