Antrag auf Zwangsverwaltung der Saadet Partisi abgelehnt

In dem Verfahren, das mit dem Ziel eingeleitet wurde, den 9. ordentlichen Parteitag der Saadet Partisi für ungültig zu erklären und eine Zwangsverwaltung für die Parteiführung einzusetzen, hat das Gericht die Abweisung der Klage beschlossen.

12punto

Die Klage, die wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten beim 9. ordentlichen Großen Parteitag der Saadet Partisi am 24. November 2024 eingereicht wurde, ist vom 37. Zivilgericht erster Instanz in Ankara entschieden worden.

Wie ANKA berichtet, erklärte der Anwalt des Klägers, des ehemaligen Provinzvorsitzenden von Van, Mehmet Necip Yavuzer, während der Verhandlung, dass sich die von der Gegenseite eingereichten Berufungsentscheidungen auf die öffentliche Kontrolle politischer Parteien bezögen. Der Anwalt argumentierte, dass die vorliegende Klage hingegen die Rechte der Parteimitglieder betreffe, und forderte die Zulassung der Klage.

Verteidigung: „Klage wurde aus politischen Gründen eingereicht“

Die Anwälte der Saadet Partisi argumentierten, dass die Klage nach Ablauf der im Gesetz über politische Parteien festgelegten einmonatigen Frist eingereicht worden sei. Die Parteianwälte forderten die Abweisung der Klage sowohl aus verfahrensrechtlichen als auch aus inhaltlichen Gründen und machten geltend, dass sie aus politischen Motiven erhoben worden sei.

Die Anwälte wiesen zudem darauf hin, dass die strittigen Prozesse bereits der Kontrolle durch die Wahljustiz unterlegen hätten. Die Verteidigung betonte, dass die Organisationsstruktur der Partei nicht ignoriert werden dürfe, und verwies darauf, dass die Kontrolle politischer Parteien in den Zuständigkeitsbereich des Verfassungsgerichts falle, weshalb die Abweisung der Klage beantragt wurde.

Der Richter entschied nach Anhörung der Parteien auf Abweisung der Klage. In der Entscheidung wurde vermerkt, dass der Rechtsweg der Berufung offensteht.

Welche Vorwürfe enthielt die Klageschrift?

In der Klageschrift, die der ehemalige Provinzvorsitzende der Saadet Partisi in Van, Mehmet Necip Yavuzer, und weitere Personen beim Gericht eingereicht hatten, wurde behauptet, dass die Parteitage in vielen Provinzen und Bezirken, darunter Ankara, Istanbul, Izmir, Konya und Gaziantep, nicht innerhalb der gesetzlichen Fristen abgehalten worden seien.

Die Kläger behaupteten, dass 789 der 1026 Delegierten, die auf dem Parteitag ihre Stimme abgegeben hatten, nicht über den Delegiertenstatus verfügt hätten. Aus diesem Grund argumentierten die Kläger, dass der Parteitag rechtswidrig durchgeführt worden sei, und hatten dessen Annullierung gefordert.