Antwort einer CTP-Abgeordneten auf Bahçelis Kennzeichen-Vorstoß für die TRNZ

Die CTP-Abgeordnete Doğuş Derya reagierte auf MHP-Chef Devlet Bahçeli, der die Präsidentschaftswahlen in der TRNZ nicht anerkennt und mit den Worten „Nach 81 Düzce ist es nun eine Existenzfrage, dass die 82 die TRNZ wird“ die Angliederung der TRNZ an die Türkei forderte.

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Die Präsidentschaftswahlen in der Türkischen Republik Nordzypern (TRNZ) bleiben ein zentrales Thema. Der von der Volksallianz unterstützte Ersin Tatar hat die Wahlen verloren. Neuer Präsident der TRNZ wurde der Vorsitzende der Republikanischen Türkischen Partei (CTP), Tufan Erhürman. Erhürman erhielt 62,8 Prozent der Stimmen.

Nach den Wahlergebnissen in der TRNZ erklärte MHP-Chef Devlet Bahçeli, dass er die Ergebnisse nicht anerkenne. Der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan gratulierte hingegen, im Gegensatz zu Bahçeli, Erhürman.

BAHÇELİ VERGIBT KENNZEICHEN AN DIE TRNZ

Bahçeli legte bei der gestrigen Fraktionssitzung seiner Partei noch einmal nach und forderte, dass die TRNZ an die Türkei angeschlossen werden müsse. Der MHP-Chef äußerte in seiner Erklärung: „Nach 81 Düzce ist es nun eine Existenzfrage, dass die 82 die TRNZ wird.“

"EINE ERKLÄRUNG OHNE RECHTLICHE GRUNDLAGE, WIR BEOBACHTEN DAS MIT EINEM LÄCHELN"

Auf Bahçelis Äußerungen folgte eine Antwort der CTP-Abgeordneten Doğuş Derya. Im Gespräch mit Sözcü TV sagte Derya:

"Wir beobachten solche Erklärungen mit einem Lächeln. Devlet Bahçeli macht immer wieder Vorstöße, die auf die Politik und die Innenpolitik abzielen, und das ist nicht das erste Mal. Als Menschen, die die Türkei genau verfolgen, haben wir bereits früher erlebt, dass er zu anderen Themen Erklärungen abgegeben hat, die wir politisch zeitweise nicht sehr ernst nehmen konnten und die keine rechtliche Grundlage haben. Ich betrachte auch diese Erklärung als eine davon. Offen gesagt gibt es nichts, das über dem Volkswillen steht. Als Menschen, die an die Demokratie und die Republik als Volksregime glauben, sind wir am Sonntag zur Wahl gegangen, wohlwissend, dass der einzige Ort, an dem sich das Volk über demokratische Repräsentationskanäle ausdrückt, zuerst die Wahlurne, dann das Parlament und schließlich die Handlungen der Regierung sind. Das Volk hat mit 63 Prozent Herrn Erhürman sein Vertrauen ausgesprochen und mit der Erteilung dieses Auftrags bereits gesagt, wie es regiert werden möchte."