Antwort von İmamoğlu an Erdoğan aus Silivri: 'Sie haben mich verhaftet, jetzt suchen sie nach dem Rettich'

Auf die Worte von Präsident Erdoğan, „Der größte Rettich im Sack ist noch nicht herausgekommen“, reagierte der in Silivri inhaftierte Bürgermeister von Istanbul, İmamoğlu. Er sagte: „Sie haben mich verhaftet, jetzt suchen sie nach dem Rettich.“

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Während die Debatten in der Öffentlichkeit und auf der politischen Bühne nach der Verhaftung des Bürgermeisters der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, zunehmen, sorgen auch die Nachrichten aus dem Gefängnis für Aufsehen. Auf die Erklärung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan, „Der größte Rettich im Sack ist noch nicht herausgekommen“, kam eine bemerkenswerte Antwort von İmamoğlu aus dem Gefängnis.

Der Journalist und ehemalige Abgeordnete Mustafa Balbay, der İmamoğlu im Marmara-Gefängnis in Silivri besuchte, teilte seine Eindrücke von dem Treffen in seiner Kolumne in der Zeitung Cumhuriyet. Laut Balbay argumentierte İmamoğlu, dass die Ermittlungen substanzlos seien und aus den Aktivitäten als Bürgermeister Straftaten konstruiert würden, und sagte: „Sie haben mich verhaftet, jetzt suchen sie nach dem Rettich.“

"ICH LEITE EINE GEMEINDE, KEINE KRIMINELLE VEREINIGUNG"

In der Nachricht, die İmamoğlu an Balbay übermittelte, betonte er, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe grundlos seien. İmamoğlu merkte an, dass alle von ihm durchgeführten kommunalen Aktivitäten dem öffentlichen Wohl dienten, jedoch versucht werde, gewöhnliche Verwaltungsentscheidungen zu kriminalisieren, um eine kriminelle Vereinigung zu konstruieren.

WAS HAT ERDOĞAN GESAGT?

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte in seinen Erklärungen nach der Verhaftung von Ekrem İmamoğlu die von ihm bereits häufiger verwendete Metapher vom „größten Rettich im Sack“ erneut aufgegriffen. Erdoğan hatte sich diesbezüglich wie folgt geäußert:

„Wenn die großen Rettiche aus dem Sack geholt werden, werden sie nicht nur vor dem Volk, sondern nicht einmal mehr vor ihren eigenen Angehörigen in den Spiegel schauen können.“