Antwort von Koçyiğit (DEM-Partei) an Abdullah Güler (AKP) zum Thema „Zwangsverwalter“

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Gülistan Kılıç Koçyiğit, reagierte über ihren Social-Media-Account auf die Äußerungen des AKP-Fraktionsvorsitzenden Abdullah Güler zur Einsetzung von Zwangsverwaltern, in denen er sagte: „Bürgermeisterämter sind keine Orte, an denen irgendjemand Straftaten begehen darf.“

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Nach der Gemeinde Esenyurt wurden durch eine Erklärung des Innenministeriums Zwangsverwalter für die unter DEM-Partei-Verwaltung stehende Stadtverwaltung Mardin, die Stadtverwaltung Batman sowie die Gemeinde Halfeti in Şanlıurfa eingesetzt. 

Während die Entscheidung auf heftige Kritik stieß, äußerte sich auch der AKP-Fraktionsvorsitzende Abdullah Güler zu dem Thema. Güler sagte bezüglich der Zwangsverwaltung: „Im Rahmen von Artikel 127 unserer Verfassung wurde vorübergehend eine Beauftragung vorgenommen. Sie nennen es ‚Zwangsverwalter‘, aber die juristische Definition lautet nicht so. Bürgermeisterämter sind keine Orte, an denen irgendjemand Straftaten begehen darf. Die Maßnahmen werden auf rechtlicher Ebene fortgesetzt“, so seine Worte.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der DEM-Partei, Gülistan Kılıç Koçyiğit, antwortete dem AKP-Politiker Güler. In einer Erklärung über ihren Social-Media-Account sagte Koçyiğit: 

'HÖREN SIE AUF, ZWANGSVERWALTER ÜBER DEN POLITISCHEN WILLEN ZU BESTELLEN'

„Die Aussage des AKP-Fraktionsvorsitzenden Abdullah Güler, dass für die Einsetzung von Zwangsverwaltern ‚im rechtlichen Rahmen eine vorübergehende Beauftragung vorgenommen wurde‘, ist eine sehr klare Verzerrung der Wahrheit. Auch in der Vergangenheit wurden die, die vorübergehend kamen, dauerhaft. Auch in der Vergangenheit haben diejenigen, die vorübergehend kamen, die Gemeinderäte nicht arbeiten lassen, den Volkswillen und das Wahlrecht usurpiert; sie haben Korruption, Diebstahl und Plünderung dauerhaft gemacht. Wir rufen diejenigen, die den Entzug des Volkswillens zur Gewohnheit gemacht haben, erneut auf: Hören Sie auf, Zwangsverwalter gegen den politischen Willen einzusetzen, respektieren Sie den Volkswillen! Versuchen Sie nicht, den von Ihnen begangenen politischen Putsch mit Wortspielen zu vertuschen und das Volk zu täuschen.“