Archivdokument des MİT aus dem Jahr 1933: Wie geheime Briefe geöffnet und entschlüsselt wurden
In einem vom türkischen Geheimdienst MİT veröffentlichten Archivdokument wird die Methode beschrieben, mit der 1933 geheime Briefe geöffnet und unsichtbare Schriften sichtbar gemacht wurden.
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Der türkische Geheimdienst (MİT) hat in der Rubrik „Sondersammlung“ auf seiner offiziellen Website ein Archivdokument aus dem Jahr 1933 veröffentlicht. Das Dokument, das den Vermerk „Persönlich zu öffnen“ trägt, ist bemerkenswert, da es die damaligen Praktiken zur Untersuchung und Entschlüsselung geheimer Korrespondenz aufzeigt.
In dem Schreiben vom 27. August 1933 finden sich Informationen über die Arbeiten der Abteilung D (Technische Unterstützung), die dem damaligen Nationalen Sicherheitsdienst (MAH) unterstellt war, bezüglich des Öffnens von Umschlägen und der Sichtbarmachung geheimer Schriften. Als Beispiel wurde eine Korrespondenz angeführt, die an die Dienststelle B in Istanbul gesendet worden war.
Dem veröffentlichten Dokument zufolge wurde ein Brief, der an das Postfach 2030 adressiert war und zur Untersuchung an die Direktion geschickt wurde, nach der in einer Notiz der Abteilung D beschriebenen Methode geöffnet. Es wurde vermerkt, dass aufgrund eines Versuchs auf der ersten Seite ein Teil der Schrift verloren gegangen sei und die Übersetzung der zweiten Seite durch die Interpretation der lesbaren Teile übermittelt wurde.
DIE CHEMISCHE METHODE IM DOKUMENT
In dem Dokument findet sich auch die Einschätzung, dass der Absender des Briefes, der mit „Lüsi“ unterzeichnet war, „Lucci Vidman“ sein könnte. Zudem wurde eine detaillierte Notiz über das chemische Verfahren hinterlassen, das zum Öffnen ähnlicher Briefe verwendet werden konnte.
Im Notizbereich wurde eine Mischung aus 10 Gramm Eisenchlorid und 90 Gramm destilliertem Wasser beschrieben, um geheime Schriften sichtbar zu machen. Es wurde darauf hingewiesen, dass das Papier wie Fotopapier in dieser Flüssigkeit eingeweicht werden müsse; das Auftragen mit einem Pinsel würde hingegen keine guten Ergebnisse liefern.
Die Veröffentlichung des MİT-Archivs reiht sich in eine Reihe neuer Dokumente ein, die technische Details aus der Frühzeit der türkischen Nachrichtendienstgeschichte sichtbar machen.