Assads Soldaten legten die Waffen nieder: Beitritt zur neuen Armee
In der Zeit nach dem Regime in Syrien geben ehemalige Soldaten und Polizisten ihre Waffen an den Staat ab, während an den Zentren für den Beitritt zur neuen Armee weiterhin ein großer Andrang herrscht.
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Nach dem Sturz des alten Regimes in Syrien geben Soldaten und Polizisten, die im Namen des Regimes gedient haben, weiterhin ihre Waffen ab.
In den Waffenabgabezentren, die in vielen Städten, allen voran in der Hauptstadt Damaskus, eingerichtet wurden, herrscht reger Betrieb. Die neue Regierung zielt mit diesem Prozess darauf ab, dass die vom alten Regime ausgegebenen Waffen an den Staat zurückgegeben werden und die Mitglieder der Streitkräfte wieder in die Gesellschaft integriert werden, um eine zivile Identität zu erlangen.
'ERSTE PRIORITÄT IST DIE NATIONALE ARMEE'
Die Übergangsregierung Syriens hat nach dem Sturz von Baschar al-Assad die Bemühungen beschleunigt, die Oppositionsgruppen unter einem einzigen Dach zu vereinen. Der neue Verteidigungsminister Murhaf Abu Kasra führt Treffen mit Oppositionsgruppen durch und lädt alle bewaffneten Kräfte dazu ein, sich unter dem Kommando des syrischen Verteidigungsministeriums zu vereinen. Abu Kasra erklärte: „Unser Ziel ist es, die organisatorische Struktur der Armee zu stabilisieren und eine nationale Armee aufzubauen.“
GENERALAMNESTIE UND ÜBERGANG IN DAS ZIVILLEBEN
Die neue Führung hat eine Generalamnestie für Soldaten, Polizisten und Geheimdienstmitarbeiter erlassen, die dem alten Regime gedient haben.
In diesem Prozess geben die ehemaligen Bediensteten ihre Waffen ab und bewerben sich bei den eingerichteten Zentren, um einen zivilen Personalausweis zu erhalten. Da die Teilnahme an der Armee während der Assad-Ära obligatorisch war, streben die Bürger, die ihre zivilen Ausweise abgeben mussten, danach, durch den Erhalt eines neuen Ausweises wieder Teil der Gesellschaft zu werden.
WARTESCHLANGEN FÜR DIE NEUE ARMEE
Während einerseits die Waffen abgegeben werden, bilden ehemalige Soldaten und Polizisten andererseits lange Schlangen vor den Zentren, um der neuen Armee beizutreten. Die neue Regierung betont, dass der Aufbau einer nationalen Armee der wichtigste Schritt beim Wiederaufbau des Landes sei.