Außenminister Fidan zur 'Auflösung': 'Wir werden noch eine Weile abwarten müssen'

Außenminister Hakan Fidan betonte den Prozess für eine Türkei ohne Terrorismus und erklärte: "Der Boden für Terrorismus in der Türkei ist entzogen."

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Außenminister Hakan Fidan äußerte sich zu regionalen und globalen Themen, allen voran zu einer Türkei ohne Terrorismus, dem Völkermord in Gaza, der neuen Ära in Syrien sowie den Konflikten zwischen Pakistan und Indien.

Minister Fidan erklärte: "Die Waffen niederzulegen reicht nicht aus, die Illegalität muss ein Ende finden. Öcalan hat all diese Bedingungen erkannt und einen Aufruf gestartet. Die Waffen niederzulegen reicht nicht aus, die Illegalität muss ein Ende finden." Zur Entscheidung der PKK über eine mögliche Auflösung sagte Fidan: "Wir werden noch eine Weile abwarten müssen; jeder möchte optimistisch sein, dass die Organisation auf diesen historischen Aufruf reagiert."

"DIE WAFFEN NIEDERZULEGEN REICHT NICHT AUS"

Im Gespräch mit 24 TV betonte Minister Fidan: "Die Waffen niederzulegen reicht nicht aus, die Illegalität muss ein Ende finden. Der Boden für Terrorismus in der Türkei ist entzogen. Öcalan hat all diese Bedingungen erkannt und einen Aufruf gestartet. Die Waffen niederzulegen reicht nicht aus, die Illegalität muss ein Ende finden."

WANN WIRD DIE PKK DIE ENTSCHEIDUNG ZUR AUFLÖSUNG BEKANNT GEBEN?

Bezüglich der Ankündigung der Terrororganisation PKK zur Auflösung sagte Fidan: "Wir werden noch eine Weile abwarten müssen; jeder möchte optimistisch sein, dass die Organisation auf diesen historischen Aufruf reagiert."

DIE TÜRKEI IST AUF ALLES VORBEREITET

Fidan unterstrich die Bedeutung des Themas als "außerordentlich wichtig" und bewertete den Prozess mit den Worten: "Der Kampf der Türkei ist offensichtlich. Wir werden abwarten, um die Antwort der Organisation auf diesen historischen Aufruf zu hören. Unsere Erwartung ist positiv, aber wir sind vorbereitet."

DIE PRÄSENZ DER PKK IN SYRIEN UND IM IRAK

Fidan betonte, dass die Türkei eine Region aufbauen wolle, in der Wohlstand und Freiheit geteilt werden, und sagte: "Es ist offensichtlich, dass die Organisation im Laufe des Prozesses als Stellvertreterelement benutzt wurde. Unser Mut ist ungebrochen, es gibt keinen Grund, von einer Sache, in der wir im Recht sind, zurückzuweichen. In Syrien und im Irak gibt es einen rutschigen Boden. Die Türkei verfolgt eine sehr konstruktive Außenpolitik, um diesen rutschigen Boden insgesamt zu verbessern. Wir gehen sehr ganzheitlich vor. Die PKK besetzt in der Türkei keinen einzigen Quadratmeter mehr; aber im Irak hält sie viele Orte, einschließlich Sindschar, besetzt."

STABILITÄT IN SYRIEN UND DIE ISRAELISCHE BESATZUNG IN DER REGION

Minister Fidan erklärte, dass die territoriale Integrität eines der wichtigsten Themen für die Türkei in Bezug auf Syrien sei: "Wir plädieren auch dafür, dass nicht nur wir, sondern die gesamte Region gemeinsam das Problem in Syrien angeht und wir es zusammen lösen. Dieser Ansatz ist sehr nobel. Unser Präsident steht ebenfalls voll und ganz hinter diesem Ansatz."

Hakan Fidan wies auf die drusisch-israelischen Provokationen in der Region hin und erklärte: "Israel schafft über die Drusen einen Boden für Provokationen. Dass der ohnehin fragile Boden Syriens wieder in Instabilität zurückfällt, würde große Probleme verursachen. Als Türkei werden wir dem nicht tatenlos zusehen."

ERDOGAN-TRUMP-GESPRÄCH

Zu dem Telefonat zwischen Präsident Erdoğan und dem US-Präsidenten Donald Trump sagte Fidan: "Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Gaza-Frage. Viele Staats- und Regierungschefs bitten unseren Präsidenten, auf Gaza aufmerksam zu machen. Die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA müssen außerordentlich gut sein."

ISRAELS VÖLKERMORD IN GAZA

Hakan Fidan betonte die humanitäre Krise und den Völkermord in Gaza und sagte: "In Gaza herrscht eine riesige humanitäre Katastrophe. Die Bruchlinie könnte brechen. Wenn eine gemeinsame Haltung entwickelt wird, kann Israel gestoppt werden."

DER EU-BEITRITTSPROZESS DER TÜRKEI UND DIE KRISE IN EUROPA

Mit Blick auf die wirtschaftlichen und diplomatischen Krisen zwischen den USA und Europa nach dem Amtsantritt von Trump sagte Minister Fidan: "Die Europäische Union versucht, ihre Abhängigkeit von US-Waffen zu verringern. Deutschland und Frankreich haben nicht den Willen, die Türkei in Fragen der Identität aufzunehmen; sie haben den Willen, dies nicht zu tun. Wären Großbritannien und die Türkei in der Europäischen Union, hätten wir in dieser Geografie unser eigenes Gravitationszentrum bilden können. Es gäbe nicht so viel Abhängigkeit von Amerika und keine solchen Abdriftungen; sowohl die Handels- als auch die politischen und Sicherheitsbeziehungen könnten reibungsloser geführt werden."

KONFLIKTE ZWISCHEN PAKISTAN UND INDIEN

Fidan erklärte, dass die nach den Angriffen Indiens auf Pakistan begonnenen Konflikte einen Atomkrieg auslösen könnten: "Wenn zwei Atommächte offen in einen Krieg eintreten, entsteht natürlich ein Risiko. Unsere Hoffnung ist, dass die Spannungen nicht weiter eskalieren."

WANN WURDE MINISTER FIDAN ZIEL EINES ATTENTATS UND WER WAR ES?

Minister Fidan gab erstmals bekannt, dass er vor 4-5 Jahren Ziel eines Attentats wurde: "Wir waren auch physisch einem Attentat ausgesetzt, wir wurden vergiftet und haben uns in Behandlung begeben. Wir sind ständig Charaktermorden ausgesetzt, das ist Teil dieses Kampfes. Mir wurde schweres Arsen und Quecksilber verabreicht. Es ist an einem Ort passiert, später kam es bei Analysen heraus. Das ist 4-5 Jahre her."