Außerordentliche Parteitagskrise in der CHP vor dem 15. September! Was passiert, wenn Kılıçdaroğlu zurückkehrt?
Wenige Tage vor der Verhandlung über den Parteitag in der CHP hat die Ernennung eines Zwangsverwalters für den Istanbuler Provinzverband neue Szenarien auf die Tagesordnung gebracht. In den Kulissen der Partei wird betont: „Egal was passiert, die Wahl wird stattfinden.“
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Mit der Ernennung eines Zwangsverwalters für den CHP-Provinzverband Istanbul richten sich nun alle Augen auf die Gerichtsverhandlung zum Parteitag am 15. September.
In der CHP herrschte den ganzen Sommer über die Erwartung, dass das Urteil zum Parteitag nicht negativ ausfallen würde. Die Absetzung der Istanbuler Parteiführung hat jedoch mögliche neue Szenarien auf die Tagesordnung gebracht.
Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, wird in CHP-Kreisen nun häufiger über die Möglichkeit einer gerichtlichen Zwangsverwaltung oder die Rückkehr der alten Führung diskutiert. Einige CHP-Funktionäre kommentierten den Zutritt von Gürsel Tekin zum Provinzgebäude unter Polizeibegleitung als „eine Generalprobe für das, was man mit der Parteizentrale vorhat“.
DER VORSTOSS DER DELEGIERTEN FÜR EINEN AUSSERORDENTLICHEN PARTEITAG
Als Reaktion auf mögliche Entwicklungen versuchen die CHP-Delegierten, durch die Einberufung eines außerordentlichen Parteitags Vorsorge zu treffen. In Ankara kursiert jedoch die Behauptung, dass das Team um Kemal Kılıçdaroğlu, sollte das Gericht die alte Führung wieder einsetzen, den für den 21. September geplanten Parteitag nicht durchführen würde.
„EGAL WAS PASSIERT, DIE WAHL WIRD STATTFINDEN“
CHP-Funktionäre, die die rechtlichen Möglichkeiten genau prüfen, betonen hingegen, dass es keine Möglichkeit gebe, den von den Delegierten beschlossenen Parteitag zu verhindern.
Die Funktionäre bewerteten die Lage wie folgt: „Egal was passiert, am 21. muss die Wahl stattfinden. Wer die Partei führen will, soll bei den Wahlen kandidieren. Niemand kann sich der Wahl entziehen.“
„AUCH EIN ZWANGSVERWALTER MUSS ZUR WAHL FÜHREN“
Es wird darauf hingewiesen, dass die in der CHP diskutierten Szenarien einen erheblichen Widerspruch enthalten. Die Funktionäre teilten dazu folgende Ansicht:
„Eigentlich muss alles, was diskutiert wird – ob Zwangsverwaltung, Nichtigkeit oder ein Einberufungskomitee –, darauf hinauslaufen, die Partei zur Wahl zu führen. Das heißt, selbst wenn das Gericht eine rechtswidrige Entscheidung trifft, muss die Person, die kommt, die Partei zur Wahl führen.
Aber wir reden ständig darüber, dass die kommende Person die Partei nicht zur Wahl führen wird. Das ist an sich schon ein problematisches Thema. Wir haben einen außerordentlichen Parteitag und unseren 39. ordentlichen Parteitag vor uns. Wer in der Partei Verantwortung übernehmen will, sollte hier kandidieren.“