Aufmerksamkeit auf das Verschmutzungsproblem im Golf von Izmir: Prof. Dr. Tolga Dinçer warnt
Der stellvertretende Dekan der Fakultät für Fischerei an der Ege-Universität, Prof. Dr. Tolga Dinçer, betonte die Auswirkungen der Verschmutzung im Golf von Izmir auf Infrastrukturmängel sowie Fischsterben und erklärte, dass die Unzulänglichkeiten im Wasseraufbereitungssystem schwerwiegende Folgen haben.
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Der stellvertretende Dekan der Fakultät für Fischerei an der Ege-Universität, Prof. Dr. Tolga Dinçer, machte auf die Verschmutzung im Golf von Izmir aufmerksam und erklärte: "Sowohl Satellitenbilder als auch unsere Beobachtungs- und Forschungsergebnisse zeigen, dass aufgrund der unzureichenden Infrastruktur seit über 10 Jahren Wasser aus der Kläranlage Çiğli eingeleitet wird, das nicht ausreichend gereinigt wurde."
Das 34. Treffen der Arbeitsgruppe Fischerei Izmir, das von der Handelskammer Izmir (İZTO) organisiert wurde, fand unter dem Vorsitz von Mehmet Şahin Çakan, Vorstandsmitglied der İZTO, statt. Während des Treffens hielt Prof. Dr. Tolga Dinçer eine umfassende Präsentation über das Fischsterben und die Verschmutzung im Golf von Izmir.
Dinçer wies darauf hin, dass das Wasser in diesem Bereich aufgrund der begrenzten Wasserzirkulation im inneren Golf in den warmen Jahreszeiten stärker erwärmt wird als im äußeren Golf, was das Ökosystem anfällig mache. Zudem erklärte er, dass Bevölkerungswachstum und Infrastrukturmängel das Problem verschärfen. "Mit der Inbetriebnahme des Großkanalprojekts im Jahr 2000 trat das Ökosystem des Golfs in einen bedeutenden Erholungsprozess ein. Doch mit der Zeit hat das Bevölkerungswachstum die bestehende Infrastruktur überlastet", so Dinçer, der darauf hinwies, dass Einleitungen aus der Kläranlage Çiğli ohne ausreichende Reinigung vorgenommen würden.
Dinçer berichtete, dass im Golf ein übermäßiges Algenwachstum beobachtet wurde und bei mikrobiologischen Untersuchungen an Fischproben keine krankheitserregenden bakteriellen oder parasitären Faktoren festgestellt werden konnten.
Das İZTO-Vorstandsmitglied Mehmet Şahin Çakan erklärte, dass der Golf von Izmir seit 1979 für den Fischfang gesperrt sei und das massenhafte Fischsterben den Fischereisektor negativ beeinflusse. "Die Fischereiaktivitäten in Izmir basieren größtenteils auf Hochseefischerei; daher ist die Herkunft der gefangenen Fische für die Gesundheit der Verbraucher entscheidend. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen ist der Verkauf von Fischen unbekannter Herkunft strengstens untersagt", sagte er.
Vertreter branchenbezogener Institutionen und Organisationen nahmen an dem Treffen teil, um Informationen über Verschmutzungs- und Fischereiprobleme auszutauschen. Dinçer rief zu einem gemeinsamen Kampf auf, um die Gesundheit des Golfs von Izmir zu schützen.