Aufruf aus Deutschland zu Syrien: 'Alle Parteien müssen ihrer Verantwortung gerecht werden'

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat nach dem Ende des Assad-Regimes dazu aufgerufen, die Verantwortung gegenüber den Syrern wahrzunehmen. Sie betonte die Notwendigkeit, ethnische und religiöse Minderheiten zu schützen.

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Nach dem Sturz des Assad-Regimes dauern die Diskussionen über die Zukunft Syriens an. Im Anschluss an die Erklärung des türkischen Außenministers Hakan Fidan, in der er die territoriale Integrität Syriens betonte, äußerte sich auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock zu dem Thema.

Baerbock erklärte auf der Social-Media-Plattform X, dass Assad für die von ihm begangenen Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden müsse. „Es ist schwer zu sagen, was genau in Syrien passiert“, sagte Baerbock, wies auf die Gräueltaten des Assad-Regimes hin und führte weiter aus:

„Das Ende von Assad bedeutet für Millionen Syrer eine große Erleichterung. Im Bürgerkrieg sind Hunderttausende Menschen gestorben, Millionen wurden vertrieben. Assad muss für die Verbrechen, die er an seinem Volk begangen hat, zur Rechenschaft gezogen werden. Das syrische Volk verdient nach dem großen Leid, das es erfahren hat, eine bessere Zukunft.“

Baerbock betonte, dass ethnische und religiöse Minderheiten, insbesondere Kurden, Alawiten und Christen, geschützt werden müssten. „Wir rufen die Konfliktparteien dazu auf, ihrer Verantwortung gegenüber allen Syrern gerecht zu werden“, sagte sie.

Die deutsche Außenministerin erklärte zudem, dass man in enger Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren wie der Türkei und Jordanien stehe. Baerbock äußerte, dass der Weg zum Frieden geebnet werden könne, wenn diese Akteure im Interesse des syrischen Volkes handelten.