Aus der Türkei abgeschobener Rapper in seinem Heimatland zu Haftstrafe verurteilt
Der iranische Rap-Künstler Amir Tataloo, der im vergangenen Jahr von der Türkei in den Iran abgeschoben wurde, ist zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt worden.
12punto
Im Iran, einem Land der Verbote, hält der starke Druck des Regimes auf die Bevölkerung an. Der aus der Türkei in den Iran abgeschobene Rap-Künstler Amir Hossein Maghsoudloo wurde zu 10 Jahren Haft verurteilt.
Der Sprecher des iranischen Gerichts, Asghar Jahangir, gab das Urteil gegen den Sänger bekannt, der unter dem Künstlernamen "Amir Tataloo" auftritt. Jahangir erklärte: "Tataloo wurde wegen Ehebruchs und unmoralischer Handlungen zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt."
Jahangir fügte hinzu, dass das Berufungsgericht das Urteil bestätigt habe und der 36-jährige Rapper seine Haftstrafe unverzüglich antreten werde.
Tataloo, der als eine der schillerndsten Persönlichkeiten der iranischen Hip-Hop-Szene gilt, hatte jahrelang in der Türkei gelebt und war im Dezember letzten Jahres an den Iran ausgeliefert worden. Die Arbeit von Tataloo ist in diesem Land nicht gestattet, da er die erforderlichen Genehmigungen des iranischen Kulturministeriums nicht erhalten konnte. Tataloo stand im Mai wegen Vorwürfen der Gotteslästerung und der Propaganda gegen den Staat vor Gericht. Diese Anschuldigungen hätten auch eine Verurteilung zum Tode ermöglichen können.