Ausreiseverbot für Moderatorin Ece Üner aufgehoben, Verhandlung vertagt

Die erste Verhandlung im Prozess gegen die Halk TV-Moderatorin Ece Üner wegen eines Social-Media-Beitrags hat stattgefunden. Das Gericht hob das Ausreiseverbot für Üner auf und vertagte die Verhandlung auf den 19. September 2025.

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Die erste Verhandlung im Prozess gegen die Journalistin Ece Üner wegen eines Social-Media-Beitrags fand in Istanbul statt. Das Gericht hob das gegen Üner verhängte Ausreiseverbot auf und vertagte die Verhandlung auf den 19. September 2025.

In dem vor dem 19. Strafgericht erster Instanz in Istanbul verhandelten Fall drohen der Hauptnachrichtenmoderatorin von Halk TV, Üner, wegen der Vorwürfe der "öffentlichen Herabwürdigung der Justizorgane des Staates" und des "Versuchs der Beeinflussung eines fairen Verfahrens" bis zu zwei Jahre Haft.

Die Ermittlungen begannen mit einer Antwort Üners auf einen Social-Media-Beitrag, in dem der Journalist İsmail Saymaz bekannt gab, dass sein Reisepass beschlagnahmt worden sei. Üner hatte in ihrem Beitrag geschrieben: "Die Rufmorde der FETÖ-Überbleibsel und Operationskinder sind mittlerweile ermüdend." Nach diesen Äußerungen leitete die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren ein.

Während des Ermittlungsverfahrens war Üner unter der Auflage einer gerichtlichen Kontrolle in Form eines Ausreiseverbots auf freien Fuß gesetzt worden. In der heutigen ersten Verhandlung entschied das Gericht jedoch, dieses Verbot aufzuheben.

Der nächste Verhandlungstermin ist für den 19. September 2025 angesetzt.