Ausreiseverbot stand im Raum, nun in der Türkei aufgetaucht: Ahlatcı bei Hochzeit gesichtet

Ahmet Ahlatcı, Vorstandsvorsitzender der Ahlatcı Holding, gegen den wegen Vorwürfen der „Geldwäsche“ und des „Schmuggels“ ermittelt wird und gegen den in diesem Zusammenhang ein Ausreiseverbot bestehen soll, ist nach den Berichten über das Verbot erstmals wieder in der Öffentlichkeit in der Türkei aufgetreten. Ahlatcı wurde bei der Hochzeit des Sohnes des ehemaligen AKP-Abgeordneten für Çorum, Murat Yıldırım, gesehen.

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Die Behauptung, dass gegen Ahmet Ahlatcı, den Chef der Ahlatcı Holding, einem der führenden Goldunternehmen der Türkei, im Rahmen eines laufenden Ermittlungsverfahrens ein Ausreiseverbot verhängt wurde, war am 11. Februar öffentlich geworden. Zum selben Zeitpunkt hieß es, Ahlatcı befinde sich im Ausland.

RÜCKKEHR IN DIE TÜRKEI, BEI HOCHZEIT GESICHTET

Wie bekannt wurde, nahm Ahmet Ahlatcı nach seiner Rückkehr in die Türkei vor zwei Tagen an der Hochzeit des Sohnes des ehemaligen AKP-Abgeordneten für Çorum, Murat Yıldırım, teil. Dem Bericht des Journalisten Ersin Eroğlu zufolge gehörte auch Mustafa Çiftçi zu den Trauzeugen bei der Hochzeit.

HOHE TEILNEHMERZAHL BEI DER HOCHZEIT

An der Hochzeitszeremonie nahmen Ali Çalgan, der ehemalige Parlamentspräsident Bülent Arınç, einige ehemalige Minister, zahlreiche Abgeordnete, Vertreter politischer Parteien sowie Vertreter aus Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen und weitere Gäste teil.

Der Sohn von Murat Yıldırım, der drei Legislaturperioden lang als AKP-Abgeordneter für Çorum tätig war und Gründer der MY Okulları sowie der Pınar Eğitim Kurumları ist, der Anwalt Abdülhamit Yıldırım, heiratete die Ernährungsberaterin Berra Pak, die Tochter des Vorstandsmitglieds des Ankara 100. Yıl Krankenhauses, Anwalt Serhat Pak, und Aynur Pak.

VORWÜRFE DER GELDWÄSCHE UND DES SCHMUGGELS

Es war behauptet worden, dass gegen Ahmet Ahlatcı im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen „Geldwäsche“ und „Schmuggels“ ein Ausreiseverbot verhängt wurde. Ahlatcı hatte in einer Stellungnahme zu den Vorwürfen erklärt: „Wir haben nichts mit Geldwäsche zu tun, da liegt ein Missverständnis vor.“

STELLUNGNAHME DER HOLDING

Die Ahlatcı Holding wies die öffentlich gewordenen Vorwürfe einer „Geldwäsche- und Schmuggelermittlung“ zurück. In einer von der Holding veröffentlichten Erklärung wurde betont, dass die Behauptungen nicht der Wahrheit entsprächen.