Aussage des Zafer-Partisi-Sprechers zu Selahattin Demirtaş: 'Genauso'

Der Sprecher der Zafer Partisi, Azmi Karamahmutoğlu, äußerte sich in einer Live-Sendung zur Verhaftung ihres Parteivorsitzenden Ümit Özdağ. Karamahmutoğlus Worte zu Selahattin Demirtaş sorgten für Aufmerksamkeit.

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Der Vorsitzende der Zafer Partisi, Ümit Özdağ, wurde wegen des Vorwurfs der „Aufstachelung des Volkes zu Hass und Feindseligkeit“ verhaftet. Elf Beiträge, die Ümit Özdağ über seinen X-Account (Twitter) geteilt hatte, wurden als Beweismittel für die Straftat gewertet.

Der Sprecher der Zafer Partisi, Azmi Karamahmutoğlu, äußerte sich in einer Live-Sendung bei Halk TV zu diesem Thema. Karamahmutoğlus Worte zu Selahattin Demirtaş erregten in den sozialen Medien Aufmerksamkeit.

Karamahmutoğlu sagte: „Wir haben immer gesagt, dass es rechtswidrig ist, einen Politiker wegen einer nicht begangenen Tat in Untersuchungshaft zu nehmen, wenn keine Fluchtgefahr besteht. Das gilt für Ümit Özdağ genauso wie für Selahattin Demirtaş.“

„NICHT AUF DIE PERSON BEZOGEN, SONDERN AUS PRINZIP“

Auf die Frage von Akif Beki in der Sendung: „Das ist nicht das erste Mal, dass einem Politiker so etwas passiert. Das ist auch außerhalb von Putschzeiten passiert, zum Beispiel wissen wir das aus der jüngeren Geschichte bei Selahattin Demirtaş. Was haben Sie oder Ihre Partei gesagt, als Selahattin Demirtaş das widerfahren ist? Haben Sie etwas dazu gesagt?“, antwortete Azmi Karamahmutoğlu: „Es gab dazu keine offizielle Stellungnahme der Partei, aber...“ und fuhr fort:

„Unsere Haltung war immer: Wegen einer nicht begangenen Tat, einer Handlung oder eines Vorwurfs, der keine Straftat darstellt, einen Politiker in Untersuchungshaft zu nehmen, wenn keine Fluchtgefahr oder Gefahr der Beweisverdunkelung besteht – was übrigens auch für Osman Kavala gilt... Wir haben immer gesagt, dass eine Untersuchungshaft rechtswidrig ist. Wir haben das immer aus Prinzip gesagt, nicht auf eine bestimmte Person bezogen. Das gilt jetzt hier für Ümit Özdağ genauso. Genauso wie für Selahattin Demirtaş.“