Aussage von Alaattin Kadayıfçıoğlu nach Festnahme wegen Mordes an Kundakçı bekannt: 'Die Waffe löste sich plötzlich'
Die polizeiliche Aussage von Alaattin Kadayıfçıoğlu, der nach dem bewaffneten Angriff in Istanbul-Ümraniye, bei dem der Fußballer Kubilay Kaan Kundakçı ums Leben kam, festgenommen wurde, ist bekannt geworden. Der Verdächtige behauptete, die Waffe habe sich während eines Handgemenges ungewollt entladen.
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Bei einem Vorfall im Istanbuler Stadtteil Ümraniye kam der Fußballer Kubilay Kaan Kundakçı bei einem bewaffneten Angriff ums Leben.
Die polizeiliche Aussage von Alaattin Kadayıfçıoğlu, dem Sohn des Geschäftsmanns Bilal Kadayıfçıoğlu, der im Rahmen der Ermittlungen festgenommen wurde, ist zugänglich geworden.
„MEIN MONATLICHES EINKOMMEN BETRÄGT 600 TAUSEND LIRA“
Der Verdächtige gab in seiner Aussage an, dass er am Tag des Vorfalls gemeinsam mit Aleyna Tutuş zu einem Studio gefahren sei. Er erklärte, sie seien beunruhigt gewesen, als sie die Personen in einem auf der Straße geparkten BMW bemerkten.
Kadayıfçıoğlu gab in seiner polizeilichen Aussage ein monatliches Einkommen von 600 Tausend Lira an.
„DAS SIND FREUNDE MEINER EX-FREUNDIN“
Nach Darstellung des Verdächtigen war Aleyna Tutuş die Erste, die die Personen im Fahrzeug bemerkte. Kadayıfçıoğlu berichtete, Tutuş habe gesagt, die Personen im Auto könnten mit ihrem Ex-Freund in Verbindung stehen, weshalb er aus dem Auto ausgestiegen sei, um mit ihnen zu sprechen.
„ICH KLOPFTE AN DIE SCHEIBE, ER ÖFFNETE DIE TÜR UND STIEẞ MICH“
Kadayıfçıoğlu erklärte, er sei zu dem geparkten Fahrzeug gegangen und habe an die Scheibe geklopft. Seiner Aussage zufolge habe die Person im Fahrzeug die Tür heftig aufgestoßen und ihn weggestoßen.
Der Verdächtige gab an, dass er während des Handgemenges gegen die Tür geschlagen habe und gesehen habe, wie die Person im Fahrzeug einen glänzenden metallischen Gegenstand aus dem Handschuhfach nahm; er habe vermutet, dass es sich um eine Waffe oder ein Messer handeln könnte.
„DIE WAFFE LÖSTE SICH PLÖTZLICH“
Der Verdächtige gab an, eine Glock-Pistole mit Waffenschein in der linken Hand getragen zu haben. Er schilderte, dass eine Bewegung gegen ihn erfolgt sei, er reflexartig die Hand gehoben habe und es dabei zu einem Gerangel gekommen sei.
In seiner Aussage sagte Kadayıfçıoğlu: „Ich habe definitiv nicht bewusst geschossen. Als sich der Schuss löste, stand ich unter Schock.“
Kadayıfçıoğlu erklärte, er habe den bei dem Vorfall getöteten Kubilay Kaan Kundakçı zuvor nicht gekannt. Er gab an, dass es zwischen ihnen keinerlei Feindseligkeiten oder finanzielle Streitigkeiten gegeben habe.
Den Namen Vahap Canbay habe er lediglich aus den sozialen Medien gehört.
Der Verdächtige erzählte, dass er Aleyna Tutuş vor etwa 2-3 Monaten kennengelernt habe und sie sich seit einiger Zeit trafen. Er sagte, Tutuş habe die Nacht vor dem Vorfall bei ihm zu Hause verbracht und er habe ihr am Morgen seinen BMW überlassen.
Am Abend seien sie gemeinsam zum Studio gefahren, damit Tutuş ihre Sachen und ihren Hund abholen könne.
„ICH HABE DEN TATORT IN PANIK VERLASSEN“
Kadayıfçıoğlu gab an, den Tatort nach der Schussabgabe mit einem Vito-Fahrzeug verlassen zu haben. Er sagte, sein eigener Mercedes sei von Hüseyin Can Avcı gefahren worden.
Aufgrund des Schocks habe er zunächst versucht, seinen Vater zu erreichen, was ihm jedoch nicht gelungen sei, da dieser im Ausland war. Danach habe er sich zu Metin Kadayıfçıoğlu, dem Sohn seines Onkels, begeben.
WAFFE GEHÖRT IHM
Der Verdächtige räumte ein, dass die bei dem Vorfall verwendete Glock-Pistole ihm gehöre und er einen Waffenschein besitze. Er sagte, die im Fahrzeug gefundene Waffe sei die bei dem Vorfall verwendete Pistole gewesen.
Er bestritt jedoch, dass die zweite an einer anderen Adresse sichergestellte Pistole sowie die Munition ihm gehörten.
VERTEIDIGUNG DURCH SEINEN ANWALT
Nach Informationen des ATV-Reporters Mustafa Kadir Mercan behauptete auch der Anwalt von Kadayıfçıoğlu in der polizeilichen Aussage, sein Mandant habe lediglich gehandelt, um die Parteien zu beruhigen.