Aussage von Gülben Ergen in der Ahbap-Untersuchung bekannt geworden: „Ich bin traurig und ein Opfer“
Ergen erklärte, sie fühle sich aufgrund der Vorwürfe, dass ihre Hilfsgelder während des Erdbebenprozesses zweckentfremdet worden seien, gewissensmäßig belastet.
12punto
Im Rahmen der gegen den Verein Ahbap geführten Ermittlungen sind Details zur Aussage der Künstlerin Gülben Ergen bekannt geworden, die sie bei der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft machte. Ergen erklärte, dass sie sich aufgrund der Vorwürfe, ihre während der Erdbeben vom 6. Februar geleisteten Hilfen seien zweckentfremdet worden, „gewissensmäßig belastet und als Opfer“ fühle.
In ihrer Aussage gab Ergen an, dass sie vor dem Erdbeben keine Bekanntschaft mit Haluk Levent oder Oğuzhan Uğur gehabt habe. Sie berichtete, dass sie Haluk Levent während des Erdbebenprozesses anlässlich eines kostenlosen Konzerts getroffen habe und mit Oğuzhan Uğur nach dem Erdbeben im Rahmen eines Programms über Gewalt gegen Frauen und Kindesmissbrauch zusammengekommen sei.
„ICH HABE KEINE SPEZIELLE WEITERLEITUNG AN AHBAP VORGENOMMEN“
Ergen erinnerte daran, dass sie die Vorsitzende und Gründerin des Vereins „Çocuklar Gülsün Diye“ (Damit Kinder lächeln) sei, und erläuterte, dass sie mit Genehmigung des Innenministeriums und des Bildungsministeriums den Bau von 17 Schulen in 11 Provinzen im Erdbebengebiet veranlasst habe. Ergen sagte, sie habe während der Erdbebenzeit von ihrem persönlichen Konto aus Spenden an verschiedene Institutionen geschickt, darunter AFAD, Kızılay und den Verein Ahbap.
Sie betonte, dass sie durch die Markierung verschiedener Institutionen und Organisationen in ihren Social-Media-Beiträgen lediglich Hilfskampagnen unterstützen wollte und keine gezielte Weiterleitung an den Verein Ahbap vorgenommen habe. Ergen äußerte zudem, dass sie vor dem Ermittlungsverfahren keine Kenntnis über die Verwendung der gesammelten Hilfsgelder durch den Verein Ahbap und Haluk Levent gehabt habe.
Es wurde bekannt, dass Ergen in ihrer Aussage betonte, während des Erdbebenprozesses Hilfsaktivitäten unter der Koordination von AFAD durchgeführt zu haben, und sagte: „Was die gesammelten Hilfsgelder betrifft, so fühle ich mich als Bürgerin, die selbst Hilfe geleistet hat, gewissensmäßig belastet und als Opfer, da diese möglicherweise zweckentfremdet wurden.“ Ergen merkte zudem an, dass sie sich das Recht vorbehalte, in dieser Angelegenheit Anzeige zu erstatten.
Ergen erklärte, dass sie für das Konzert für Gaza kein Honorar erhalten hätten und dass diese Veranstaltung in keinem Zusammenhang mit den Hilfskampagnen während des Erdbebenprozesses stehe. Sie betonte, dass sie keinerlei Beteiligung an der Hilfskampagne des Vereins Ahbap und von Haluk Levent habe.