Ausschlussentscheidungen bekannt gegeben: Ali Mahir Başarır wurde nicht einmal das Recht auf Einspruch gewährt

Nach der Zustellung der Entscheidungen an die neun Abgeordneten, die in der CHP mit dem Ziel des Parteiausschlusses vor das Disziplinargericht verwiesen wurden, ist eine neue Debatte entbrannt. Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Ali Mahir Başarır reagierte empört darauf, dass das ihm zugestellte Dokument kein Recht auf Einspruch vorsah.

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Während die Führungsdebatten in der CHP nach der Entscheidung über die absolute Nichtigkeit andauern, hat die Zustellung der Bescheide an die Abgeordneten, die mit dem Ziel des Parteiausschlusses vor das Disziplinargericht verwiesen wurden, zu einer neuen Entwicklung geführt.

Es wurde bekannt, dass die Entscheidungen an die neun CHP-Abgeordneten übermittelt wurden, die von der Führung unter Kemal Kılıçdaroğlu mit dem Ziel des Ausschlusses disziplinarisch belangt wurden. Nach Erhalt der Bescheide äußerten sich einige Abgeordnete über ihre Social-Media-Konten.

BAŞARIR TEILTE DIE ENTSCHEIDUNG ÜBER SOZIALE MEDIEN

Der stellvertretende CHP-Fraktionsvorsitzende Ali Mahir Başarır veröffentlichte auf seinem Social-Media-Konto sowohl die an ihn gerichtete Entscheidung als auch die an den CHP-Abgeordneten aus Malatya, Veli Ağbaba, gesendete Entscheidung.

Basierend auf den Formulierungen in den geteilten Dokumenten bewertete Başarır die Situation und erklärte, dass für ihn ein anderes Verfahren angewandt worden sei.

"EIN SCHLAG GEGEN MEINE FREUNDE, EIN SPEZIELLER SCHLAG GEGEN MICH"

Ali Mahir Başarır argumentierte, dass in dem an Veli Ağbaba gesendeten Bescheid ein Einspruchsrecht innerhalb von drei Tagen vermerkt sei, während ein solcher Hinweis in dem ihm zugestellten Dokument fehle.

In seinem Beitrag zu diesem Thema äußerte sich Başarır wie folgt: "Ein Schlag gegen meine Freunde, ein spezieller Schlag gegen mich! Sie haben mir nicht einmal das Recht auf Einspruch gewährt."

IN DER ENTSCHEIDUNG FÜR VELI AĞBABA WAR EINE EINSPRUCHSFRIST ENTHALTEN

In den in den sozialen Medien geteilten Dokumenten war zu sehen, dass in der an Veli Ağbaba gerichteten Zustellung darauf hingewiesen wurde, dass gegen die Entscheidung innerhalb von drei Tagen Einspruch eingelegt werden könne.

Dass Başarır darauf hinwies, dass ihm in der Zustellung dasselbe Recht verwehrt wurde, hat die parteiinternen Diskussionen erneut in den Mittelpunkt gerückt.

UNTERSTÜTZUNGSBOTSCHAFT VON BURHANETTİN BULUT

Auch der stellvertretende CHP-Vorsitzende Burhanettin Bulut, einer der Namen, die mit dem Ziel des Ausschlusses vor das Disziplinargericht verwiesen wurden, äußerte sich zu dem Thema.

Bulut markierte Gökhan Günaydın und Ali Mahir Başarır, die er als gewählte stellvertretende Fraktionsvorsitzende bezeichnete, und schrieb: "Wie glücklich ist derjenige, der in schwierigen Zeiten an der richtigen Stelle steht!"

Nachdem ihm die Entscheidung zugestellt worden war, gab auch der CHP-Abgeordnete aus Malatya, Veli Ağbaba, eine Erklärung über sein Social-Media-Konto ab.

Ağbaba zählte seine Aufgaben in der Partei auf und erinnerte daran, dass er viele Ämter innehatte, angefangen bei der Jugendorganisation über den Provinzvorsitz und die Mitgliedschaft im Hohen Disziplinarausschuss bis hin zum Abgeordnetenmandat.

In seiner Erklärung sagte Ağbaba:

"Seit meiner Jugend habe ich mein ganzes Leben meiner Partei und Malatya gewidmet. Ich war nie die Stimme von jemandem, sondern die Stimme des Volkes."

"WAS IST UNSER VERBRECHEN?"

Im weiteren Verlauf seiner Erklärung reagierte Ağbaba auf das Disziplinarverfahren und äußerte sich wie folgt:

"Was ist unser Verbrechen? Die Cumhuriyet Halk Partisi nach 47 Jahren wieder zur stärksten Partei der Türkei gemacht zu haben? Auf dem 38. Ordentlichen Parteitag auf die Stimme der Nation, der Straße und der Millionen, die einen Wandel wollten, zu hören und zu sagen: 'Jetzt ist die Zeit für den Wandel'?"