Außenministerium gibt bekannt: Hamas-Vertreter haben Kontakt zur Türkei aufgenommen

Die Hamas informierte die Türkei darüber, dass die tatsächliche Lage entgegen der von den USA gezeichneten „rosigen Darstellung“ der Verhandlungen anders aussehe und Israel bei den Gesprächen in der vergangenen Woche nicht einmal auf die Vorschläge der Vermittler reagiert habe.

AA

Quellen des Außenministeriums zufolge haben Hamas-Vertreter am Wochenende Kontakt zur Türkei aufgenommen, um über den Verhandlungsprozess mit Israel zu informieren.

Die Hamas-Vertreter wiesen darauf hin, dass die US-Amerikaner zwar ein „rosiges Bild“ vom Verlauf der Verhandlungen zeichneten, die tatsächliche Situation jedoch nicht so sei.

Nach Angaben der Hamas liegen die von Israel gestellten Bedingungen sogar hinter dem Szenario zurück, das zuvor am 10. Juni vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN-Sicherheitsrat) unterstützt wurde, sowie hinter den Bedingungen, die die Hamas am 2. Juli gebilligt hatte.

Demnach fordert Israel, dass die Hamas die israelische Präsenz im Philadelphi-Korridor akzeptiert; zudem will Israel Kontrollpunkte im Netzarim-Korridor einrichten, um Palästinenser zu überprüfen, die vom Süden in den Norden Gazas ziehen, und sich das Recht vorbehalten, 100 Namen von der Liste der etwa 300 Gefangenen zu streichen, deren Freilassung die Hamas fordert.

Eine weitere zusätzliche Forderung betrifft die Anzahl der Palästinenser, die Israel aus Gaza und Ramallah deportieren will. In diesem Zusammenhang fordert Israel, dass 200 Personen Palästina verlassen.

Den Informationen zufolge, die die Hamas den türkischen Außenamtsvertretern gab, hat Israel bei den Gesprächen in der vergangenen Woche nicht einmal auf die Vorschläge der Vermittler reagiert. Nach Ansicht der Hamas besteht das eigentliche Ziel des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu darin, Zeit zu gewinnen, um die militärischen Operationen fortzusetzen.