Außenministerium reagiert auf Griechenland wegen 'Mufti'-Frage
Das Außenministerium erklärte, dass Griechenland durch die Nichtanerkennung der von der türkischen Minderheit in Westthrakien gewählten Muftis weiterhin beharrlich die Rechte und Freiheiten der Minderheit missachte, die durch den Vertrag von Lausanne garantiert sind.
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In einer schriftlichen Erklärung des Außenministeriums heißt es: "Griechenland missachtet weiterhin beharrlich die durch den Vertrag von Lausanne garantierten Rechte und Freiheiten der türkischen Minderheit in Westthrakien, indem es die von dieser Minderheit gewählten Muftis nicht anerkennt.
Der Prozess zur Bestimmung eines 'ernannten Muftis', der in den vergangenen Monaten in Didymoticho unter dem Deckmantel einer 'Wahl' und ohne Konsultation der Vertreter und Institutionen der türkischen Minderheit in Westthrakien aufgezwungen wurde, soll nun auch in den Regionen Rodopi und Xanthi angewendet werden.
Es ist uns nicht möglich, diese Praktiken zu akzeptieren.
Bei dieser Gelegenheit machen wir die internationale Gemeinschaft erneut darauf aufmerksam, dass Griechenland die gewählten religiösen Führer einer offiziellen Minderheit im eigenen Land nicht anerkennt.
Wir betonen, dass ein Ende der repressiven Praktiken Griechenlands gegenüber unseren Landsleuten auch unsere bilateralen Beziehungen positiv beeinflussen würde, und fordern die griechischen Behörden auf, von dem falschen Weg abzukehren, den sie in Bezug auf die türkische Minderheit in Westthrakien beharrlich verfolgen. Die Türkei wird unter Berücksichtigung ihrer vertraglichen Verpflichtungen weiterhin genau verfolgen, dass die Rechte der türkischen Minderheit in Westthrakien in Griechenland gewahrt bleiben", so die Erklärung.