Außenministerium wird in der Schengen-Visakrise aktiv: Priorität für bestimmte Berufsgruppen gefordert
Während die Ablehnungsquoten für Schengen-Visa 16 Prozent übersteigen, hat das Außenministerium der EU Lösungsvorschläge für die Probleme mit den langen Wartezeiten unterbreitet.
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Nach den steigenden Ablehnungsquoten bei Schengen-Visa ist das Außenministerium aktiv geworden.
Wie Metin Kaan Kurtuluş von der Gazete Oksijen berichtet, schlägt das Außenministerium unter anderem vor, dass türkische Staatsbürger, die über ein gültiges Visum für westliche Länder außerhalb des Schengen-Raums verfügen, für Reisen in EU-Länder nicht erneut ein Visum beantragen müssen.
Sollte Brüssel diese Formel akzeptieren, könnte beispielsweise ein türkischer Staatsbürger mit einem Visum für die USA oder das Vereinigte Königreich die Schengen-Visabürokratie umgehen und in EU-Länder reisen.
FORDERUNG NACH REDUZIERUNG DER DOKUMENTE
Darüber hinaus hat die Türkei gefordert, die für Schengen-Anträge erforderlichen Dokumente zu reduzieren. EU-Länder geben an, dass die Zahl der Visumanträge aus der Türkei bei vielen Konsulaten und Botschaften nach der Pandemie gestiegen sei und ein Personalmangel herrsche, was zu Verzögerungen führe.
Ankara schlug zudem vor, dass eine EU-Vertretung in der Türkei, bei der zu viele Visumanträge eingehen, Unterstützung bei der Bearbeitung durch die Vertretungen eines anderen Schengen-Staates anfordern sollte. Es wurde zudem vermerkt, dass einige EU-Länder planen, die Zahl der Mitarbeiter in ihren Visumabteilungen bis Ende des Jahres zu erhöhen, um die Prozesse zu beschleunigen.
PRIORISIERUNG BESTIMMTER BERUFSGRUPPEN GEFORDERT
Das Außenministerium schlug vor, neben den Anträgen von Studierenden, Akademikern, Geschäftsleuten und Lkw-Fahrern auch Schengen-Visumanträge aus medizinischen Gründen vorrangig zu behandeln.
Viele Personen aus diesen Berufsgruppen hatten sich darüber beschwert, dass sie aufgrund verzögerter Visa nicht rechtzeitig reisen konnten.