„Verdächtiger“ Todesfall in Bağcılar: Leiche der Frau in Plastikfolie eingewickelt und 10 Tage versteckt
In Istanbul wurde die 48-jährige Songül Kurt tot in der Wohnung eines Bekannten namens E.A. aufgefunden, eingewickelt in Plastikfolie. Drei Personen wurden im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen.
İHA
Im Istanbuler Stadtteil Bağcılar ist die 48-jährige Songül Kurt ums Leben gekommen, nachdem sie angeblich in der Wohnung von E.A., mit dem sie gemeinsam Drogen konsumiert haben soll, gestürzt war. Aus Angst vor den Konsequenzen wickelte E.A. die Leiche der Frau in Plastikfolie ein und versteckte sie 10 Tage lang in der Wohnung.
Der Vorfall ereignete sich kürzlich im Kellergeschoss eines Hauses im Stadtviertel Yenimahalle in Bağcılar. Berichten zufolge hatte der 60-jährige E.A. vor drei Monaten die 48-jährige Songül Kurt kennengelernt und begann, mit ihr zusammenzuleben. Am Tag des Vorfalls konsumierte Songül Kurt gemeinsam mit E.A. Drogen, wobei sie angeblich stürzte und durch einen Schlag auf den Kopf verstarb.
Als E.A. bemerkte, dass die Frau tot war, geriet er in Panik, wickelte die Leiche in eine Decke und Plastikfolie ein und versteckte sie in einem Zimmer.
Nach 10 Tagen alarmierten Nachbarn die Polizei, da aus der Wohnung übler Geruch drang.
Die Polizei verschaffte sich mit Hilfe eines Schlüsseldienstes Zutritt zu der Wohnung, da niemand öffnete, und fand die Leiche der unglücklichen Frau auf dem Bett, in schwarze Plastikfolie eingewickelt, vor.
Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Beamten im Wohnzimmer zudem Betäubungsmittel.
Die Einsatzkräfte nahmen E.A., der mit der Frau zusammenlebte und bereits polizeilich bekannt ist, sowie eine Frau namens R.B. und einen Mann namens O.D. fest, die nach dem Vorfall in die Wohnung gekommen waren, um zu putzen, ohne die Polizei zu verständigen.
In seiner ersten Aussage gab der festgenommene E.A. an, dass sie am Tag des Vorfalls gemeinsam Drogen konsumiert hätten und die Frau gestürzt sei, wobei sie mit dem Kopf gegen einen Couchtisch geschlagen habe. Er habe versucht, ihr aufzuhelfen, sei jedoch erfolglos geblieben.
Er behauptete, am nächsten Morgen bemerkt zu haben, dass die Frau verstorben war. Aus Angst, man könne ihn für den Tod verantwortlich machen, habe er niemanden informiert und die Leiche vor vier Tagen aufgrund der Geruchsentwicklung in Plastikfolie eingewickelt.
Die Leiche von Kurt wurde nach der Spurensicherung am Tatort zur Obduktion in die Leichenhalle des Instituts für Rechtsmedizin überführt.