Bahçeli mit neuer Kritik an Amedspor-Studie! Er erinnert daran, warum er Beşiktaş verließ

MHP-Parteichef Devlet Bahçeli kritisierte die Studie zur Amedspor-Anhängerschaft und erklärte, dass Sport nicht mit ethnischer Identität oder politischen Ansichten verknüpft werden dürfe. Bahçeli warnte davor, dass eine unkontrollierte Steuerung der Dynamik in den Fankurven zu unerwünschten Folgen führen könne, und betonte: „Sport mit Identität gleichzusetzen, ist eine Torheit.“

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Der MHP-Parteichef Devlet Bahçeli, Architekt des zweiten sogenannten Öffnungsprozesses mit der DEM-Partei und dem Anführer der Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, hat sich erneut zur Studie „Untersuchung zur Wahrnehmung und Anhängerschaft von Amedspor bei Kurden“ geäußert, die vom Zentrum für Kurdische Studien (KSC) und Rawest Araştırma erstellt wurde.

Bahçeli, der bereits zuvor Kritik an der Studie geübt hatte, bezeichnete das Werk als einen Versuch, „den Verrat des Separatismus lebendig zu halten“.

Im Gespräch mit Nasuhi Güngör von Habertürk erklärte Bahçeli, dass Fußball nicht nur aus dem sportlichen Wettkampf auf dem Platz bestehe, sondern dass auch die Atmosphäre in den Stadien berücksichtigt werden müsse.

Bahçeli äußerte, dass die Dynamik in den Fankurven von bestimmten Personen gesteuert werden könne, und betonte, seine Sorge beziehe sich auf die gezielte Instrumentalisierung dieser Situation.

„Fußball in der Türkei ist nicht nur der Kampf auf dem Platz, sondern ein Ereignis, das mit der Begeisterung im Stadion und in den Fankurven stattfindet. Die Dynamik dort wird von Tribünenführern, den sogenannten Anführern, gesteuert. Meine Sorge gilt meiner Sensibilität gegenüber einer zweckgebundenen Nutzung dieser Vorgänge.“

ERINNERUNG AN DIE SLOGANS BEIM BEŞİKTAŞ-SPIEL

Bahçeli berichtete zudem, dass er in der Vergangenheit aufgrund von Slogans, die in den Fankurven gerufen wurden, seine Mitgliedschaft im Verein Beşiktaş beendet habe.

Er begründete diese Entscheidung mit seiner Sorge, dass die Dynamik in den Fankurven außer Kontrolle geraten könnte, und äußerte sich wie folgt:

„Die Öffentlichkeit wird sich erinnern. Aufgrund meines Unbehagens über die Slogans, die bei einem Beşiktaş-Spiel gerufen wurden, habe ich meine Vereinsmitgliedschaft beendet. Denn niemand kann absehen, wohin es führen kann, wenn die Dynamik in den Fankurven unkontrolliert wird.“

KRITIK AN DER AMEDSPOR-STUDIE

Bahçeli setzte seine bereits zuvor geäußerte Kritik an der Amedspor-Studie fort. Der MHP-Parteichef betonte, er sei dagegen, Sport über Identitätsfragen zu bewerten, und argumentierte, dass die Studie die Konzepte von Politik, Sport und Identität miteinander vermische.

Bahçeli äußerte in seiner Bewertung folgende Worte:

„Es ist eine Torheit, auf Basis einer Studie, deren Hintergrund unklar ist, zu behaupten, dass Politik, Sport und Identität miteinander verwoben seien, und Sport mit Identität gleichzusetzen.“

„SPORT SOLLTE EIN BEREICH SEIN, DER VERBINDET UND INTEGRIERT“

Bahçeli erklärte, dass Sport ein Bereich sein sollte, der verschiedene Teile der Gesellschaft zusammenbringt. Er betonte, dass Unterschiede in ethnischer Herkunft, Konfession und politischer Ansicht nicht durch den Sport zu einem spaltenden Element gemacht werden dürften, und schloss seine Worte wie folgt:

„Unabhängig von politischer Ansicht, ethnischer Herkunft, Konfession oder Gesinnung ist Sport eine Aktivität, die verbinden, integrieren und jeden umarmen sollte. Versuche, ihn mit Identität zu verknüpfen, führen die Türkei an einen anderen Ort. Durch gegenseitige Reaktionen können manche Themen wieder gefährliche Ausmaße annehmen.“