Barış Yarkadaş reagiert auf Gerichtsentscheidung zum Parteitag! „Dass der Herr Richter den Prozess vertagt hat...“

Während der Prozess um den CHP-Parteitag auf den 24. Oktober vertagt wurde, äußerte der ehemalige CHP-Abgeordnete Barış Yarkadaş Kritik an der Entscheidung des Gerichts.

12punto

Die Klage auf Annullierung des 38. ordentlichen und des 21. außerordentlichen Parteitags der CHP wurde heute vor dem 42. Zivilgericht erster Instanz in Ankara verhandelt.

Das Gericht verkündete seinen Zwischenbescheid, wies den Antrag auf einstweilige Absetzung des CHP-Vorsitzenden Özgür Özel sowie der Mitglieder des Parteirats (PM) und des Zentralkomitees (MYK) zurück und vertagte die nächste Anhörung auf den 24. Oktober.

YARKADAŞ KRITISIERT GERICHTSBESCHLUSS

Der ehemalige CHP-Abgeordnete Barış Yarkadaş, der als dem ehemaligen Parteivorsitzenden Kemal Kılıçdaroğlu nahestehend gilt, reagierte auf die Entscheidung.

In einem Beitrag für den regierungsnahen Sender TGRT Haber erklärte Yarkadaş: „Dass der Herr Richter den Prozess vertagt hat, wirft einen Schatten auf die Justiz und das Rechtssystem.“

„EINE SEHR FALSCHE ENTSCHEIDUNG“

Yarkadaş äußerte sich wie folgt zu dem Gerichtsbeschluss: 

„Eine sehr falsche Entscheidung, absolut falsch. Eine Entscheidung, die die Rechtssicherheit untergräbt.“

„HÄTTE AUF EIN NÄHERES DATUM VERTAGEN MÜSSEN“

„Zunächst einmal ist es nicht richtig, dass diese Anhörung immer wieder vertagt wird. Wenn das Gericht vertagen wollte, hätte es auch ein näheres Datum festlegen können. Es hätte auf Freitag oder Montag vertagen können.

Dass der Richter bei einem Fall, der die Agenda der Türkei beschäftigt, eine Vertagung von fast zwei Monaten vornimmt, wirft in gewisser Weise einen Schatten auf die Ernsthaftigkeit dieses Verfahrens. Dass der Herr Richter den Prozess vertagt hat, wirft einen Schatten auf die Justiz und das Rechtssystem. Der Richter hätte heute eine Entscheidung treffen müssen.“