Beerdigungsprogramm für Sevim Belli steht fest: Sie wird an der Seite von Mihri Belli beigesetzt...

Das Beerdigungsprogramm für die im Alter von 100 Jahren verstorbene Autorin Sevim Belli, eine der führenden Persönlichkeiten der türkischen sozialistischen Bewegung, steht fest. Wie bekannt wurde, wird Belli an der Seite ihres Ehemannes, des Autors Mihri Belli, beigesetzt, der ebenfalls eine führende Figur der sozialistischen Bewegung war.

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Sevim Belli, eine der Symbolfiguren der türkischen sozialistischen Bewegung, Übersetzerin und Autorin, ist im Alter von 100 Jahren verstorben. Das Programm für ihre Trauerfeier wurde nun festgelegt.

Belli wird am Donnerstag, den 27. Februar, nach dem Mittagsgebet in der Şişli-Moschee beigesetzt. Ihre letzte Ruhestätte findet sie auf dem Feriköy-Friedhof an der Seite ihres Ehemannes Mihri Belli, der ebenfalls ein bedeutender Intellektueller und Autor war.

WER WAR SEVİM BELLİ?

Belli wurde 1925 in Istanbul geboren. Nach ihrem Abschluss an der Medizinischen Fakultät der Universität Istanbul ging sie in die USA und begann anschließend ihre Facharztausbildung in Paris.

Während des 3. Weltfestivals der Jugend und Studenten, an dem sie teilnahm, lernte sie im August 1951 in Berlin Nâzım Hikmet kennen und übernahm die Aufgabe als Kurierin zwischen den Auslands- und Inlandsfunktionären der TKP. Nachdem sie auf diesem Weg in die Türkei gereist war, wurde sie bei ihrer Rückkehr von Istanbul nach Paris festgenommen. Dies löste eine groß angelegte Operation gegen die TKP aus.

Im Zuge der sogenannten „51er-Verhaftungswelle“ wurde sie in Gewahrsam genommen und gemeinsam mit den Mitgliedern des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Türkei – Şefik Hüsnü Değmer, Zeki Baştımar, Reşat Fuat Baraner, Mehmet Bozışık, Halil Yalçınkaya und Mihri Belli – inhaftiert. 1957 heiratete sie im Gefängnis den TKP-Funktionär Mihri Belli.

Da Ärzten, die wegen kommunistischer Aktivitäten verurteilt wurden, das Recht zur Berufsausübung entzogen wurde, verließ sie 1964 mit ihren Kindern das Land, um in Algerien als Ärztin zu arbeiten. 1966 kehrte sie in die Türkei zurück.

Während der Zeit des 12. März wurde sie erneut verhaftet und verbrachte drei Jahre im Gefängnis. Nach dem Militärputsch vom 12. September ging sie erneut ins Ausland. Ihre Memoiren hielt sie in dem Buch „Boşuna Mı Çiğnedik“ (Haben wir es umsonst durchlebt) fest.