Befragung von İmamoğlus Büroleiterin Kasapoğlu zum 'Telefon': 'Nachvollziehbar'

Die Aussage von Kadriye Kasapoğlu, der Leiterin des Büros des Bürgermeisters von Istanbul (İBB), die im Rahmen der vierten Ermittlungswelle gegen die Stadtverwaltung festgenommen wurde, ist bekannt geworden. Kasapoğlu erklärte: „Ich habe bezüglich des Telefons keinerlei Anweisungen gegeben.“

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Anders als bei der ersten Festnahme wurde Kasapoğlu diesmal zu einem iPhone befragt, das dem Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, gehören soll.

Kadriye Kasapoğlu sagte: „Ich weiß nicht, ob es sich bei dem fraglichen Telefon um ein Inventarstück der Stadtverwaltung handelt; zudem bin ich nicht die Person, die diesbezügliche Kontrollen durchführen muss.“ Zu den Fragen, die der Büroleiterin der Stadtverwaltung gestellt wurden, gehörte auch, warum sie 1237 Mal mit Mustafa Akın, dem Sicherheitschef von İmamoğlu, telefoniert habe.

Es wurde bekannt, dass das fragliche Telefon aufgrund der Aussage von Naim Erol Özgüner, dem Leiter der IT-Abteilung der Stadtverwaltung, der in der zweiten Ermittlungswelle verhaftet wurde, gefunden wurde.

Özgüner gab in seiner Aussage an, dass die Nummer des Telefons Ekrem İmamoğlu gehöre und diese Leitung in der Vergangenheit auf seiner Visitenkarte gestanden habe.

Kasapoğlu erklärte: „Ich erinnere mich, dass der Bürgermeister von Istanbul, Herr Ekrem İmamoğlu, ein Telefon mit einer Nummer nutzte, die viele Jahre lang auf seiner Visitenkarte stand. Da die Nummer jedoch vielen Personen bekannt war und sie schließlich sogar für Anliegen angerufen wurde, um die sich eigentlich die zuständigen Stellen der Stadtverwaltung hätten kümmern müssen – und das Telefon quasi zu einer Art 'Lösungsstelle' der Stadtverwaltung wurde –, haben wir die Nummer vor etwa zwei Jahren auf die Festnetzanschlüsse des Sekretariats des Büroleiters umgeleitet.“

Im weiteren Verlauf ihrer Aussage äußerte sich Kasapoğlu wie folgt:

„Bei einer technischen Untersuchung eines solch anonymen Geräts und Anschlusses lässt sich feststellen, wann die Umleitung erfolgte und wann die Leitung abgeschaltet wurde. Ich erinnere mich nicht, dass unser Bürgermeister das fragliche Telefon benutzt hat, und ich habe das Gerät auch nicht bei ihm gesehen. Ich weiß, dass die SIM-Karte, die sich in dem Telefon befand, schon vor langer Zeit deaktiviert wurde. Ich habe derzeit keine Kenntnis darüber, wo sich die SIM-Karte befindet. Da das Telefon von vielen Mitarbeitern genutzt wurde, erinnere ich mich, dass es ohne Passwort verwendet wurde; daher habe ich keine Kenntnis über ein Passwort.

Ich gehe davon aus, dass es sich bei der in der Aussage als 'Frau Burcu' bezeichneten Person um meine Kollegin Burcu Ciner Şimşek handelt, die als offizielle Mitarbeiterin für das Sekretariat des Büroleiters zuständig ist. In der Stadtverwaltung gibt es eine allgemeine Praxis, technologische Geräte, deren Nutzungsdauer abgelaufen ist, an die zuständige Abteilung, die IT-Abteilung, zu übergeben.

Meine Kollegen könnten das Telefon aus diesem Reflex heraus an die IT-Abteilung übergeben haben, aber ich habe diesbezüglich am 19. März, dem in der Aussage behaupteten Tag, keinerlei Anweisungen gegeben. Ich weiß nicht, welche Maßnahmen die zuständige Stelle bezüglich des Telefons ergriffen hat; das liegt ohnehin nicht in meinem Aufgabenbereich. Ich weiß nicht, ob es sich bei dem fraglichen Telefon um ein Inventarstück der Stadtverwaltung handelt; zudem bin ich nicht die Person, die diesbezügliche Kontrollen durchführen muss.“