Beginnt eine neue Ära im Diyanet? Kritik von Safi Arpaguş an der Ära Erbaş
Der zum Präsidenten für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) ernannte Safi Arpaguş verfolgt einen anderen Führungsstil als sein Vorgänger Ali Erbaş. Es wird behauptet, dass Arpaguş, der außerhalb offizieller Programme keine Robe trägt, gesagt haben soll: „Es reicht mir schon, wenn ich nicht das tue, was Ali Erbaş getan hat. Man muss nicht überall zu sehen sein und nicht überallhin gehen, um Gebete zu sprechen. Es ist an der Zeit, ein wenig zu den Wurzeln zurückzukehren.“
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Der am 17. September vom AKP-Vorsitzenden und Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan als Nachfolger von Ali Erbaş zum Präsidenten für religiöse Angelegenheiten (Diyanet) ernannte Safi Arpaguş hat seit seinem Amtsantritt bedeutende Änderungen vorgenommen. Zunächst ersetzte er das Team von Ali Erbaş, reduzierte die Anzahl der Dienstwagen und verringerte die Zahl der Personenschützer von 6 auf 2. Arpaguş plant zudem, Auslandsreisen auf notwendige Fälle zu beschränken.
Wie die Zeitung Sözcü berichtet, zieht es Arpaguş vor, sein Mittagessen in der Kantine für das Personal einzunehmen, während er die Kantine der Präsidentschaft, die sein Vorgänger Erbaş nur selten aufsuchte, meidet. Auch in seinem Kleidungsstil zeigt sich ein Unterschied: Arpaguş tritt in Anzug und Krawatte auf.
Während Erbaş seine Besucher selbst in seinem Büro mit Robe empfing, trägt Arpaguş außerhalb offizieller Programme keine Robe. Diese Änderungen spiegeln Arpaguş' Wunsch wider, ein formelleres und schlichteres Auftreten zu pflegen.
Die Annehmlichkeiten, die Ali Erbaş' Ehefrau Seher Erbaş zugestanden wurden, wie ein eigener Fahrer, ein Dienstwagen und Personenschutz, wurden von der Ehefrau des neuen Präsidenten, Hatice Arpaguş, nicht in Anspruch genommen. Hatice Arpaguş, Professorin an der Theologischen Fakultät der Marmara-Universität, besuchte die Behörde lediglich zur Amtsübergabe.
„ES IST AN DER ZEIT, EIN WENIG ZU DEN WURZELN ZURÜCKZUKEHREN“
Als Safi Arpaguş seinem engsten Umfeld von seinen Plänen berichtete, äußerte er: „Es reicht mir schon, wenn ich nicht das tue, was Ali Erbaş getan hat. Man muss nicht überall zu sehen sein und nicht überallhin gehen, um Gebete zu sprechen. Es ist an der Zeit, ein wenig zu den Wurzeln zurückzukehren.“