Behauptung über NATO-Stützpunkt am Bosporus: 'Prozess begann im Jahr 2023'

Sicherheitskreise haben auf die Behauptungen reagiert, wonach am Bosporus ein NATO-Stützpunkt errichtet werde – eine Vermutung, die im Zusammenhang mit dem geplanten multinationalen NATO-Korpshauptquartier in der Türkei aufgekommen war. Es wurde betont, dass diese Behauptungen nicht der Wahrheit entsprechen.

12punto

Sicherheitskreise haben sich zu den Behauptungen geäußert, die in den letzten Tagen in der Öffentlichkeit für Diskussionen über ein „multinationales NATO-Korpshauptquartier“ gesorgt haben. Es wurde klargestellt, dass die insbesondere in den sozialen Medien verbreiteten Aussagen, wonach am Bosporus ein NATO-Stützpunkt errichtet werde, nicht der Wahrheit entsprechen.

MSB: PROZESS WURDE 2023 EINGELEITET

In einer Erklärung des Verteidigungsministeriums (MSB) wurde mitgeteilt, dass im Jahr 2023 im Rahmen des „NATO-Regionalplans Südost“ Arbeiten zur Einrichtung eines „Korpshauptquartiers“ aufgenommen wurden. In der Erklärung hieß es weiter, dass dieses Vorhaben im Laufe des Jahres 2024 offiziell an die NATO übermittelt wurde.

„BEGRIFFE WERDEN VERWECHSELT“

Nach Informationen der Journalistin der Türkiye Gazetesi, Yeşim Erarslan, erklärten Sicherheitskreise, dass die Behauptungen in der Öffentlichkeit nicht den Tatsachen entsprächen. In der Stellungnahme wurde betont, dass aufgrund der gleichzeitigen Durchführung verschiedener militärischer Aktivitäten Begriffe vermischt würden, was zu Desinformation führe.

„KEINE NATO-EINHEIT UNTER AUSLÄNDISCHEM KOMMANDO“

Sicherheitskreise stellten unmissverständlich klar, dass die Einrichtung einer NATO-Einheit unter ausländischem Kommando in der Türkei nicht zur Debatte stehe. Es wurde festgehalten, dass die Aktivitäten der Türkei im Schwarzen Meer bisher im Einklang mit dem Prinzip der regionalen Eigenverantwortung durchgeführt wurden.

BETONUNG DER SENSIBILITÄT BEZÜGLICH MONTREUX

In der Erklärung wurde zudem betont, dass militärische Aktivitäten im Schwarzen Meer ausschließlich von den Anrainerstaaten durchgeführt werden. Während darauf hingewiesen wurde, dass die Sensibilität im Rahmen des Montreux-Abkommens über den Status der Meerengen gewahrt bleibe, wurde mitgeteilt, dass alle Aktivitäten der NATO oder anderer Akteure in diesem Rahmen fortgeführt würden. Anderen Ländern könne lediglich Unterstützung in Form von Ausrüstung, Personal und Ausbildung gewährt werden.