Behauptungen über Mindestlohn- und Rentenerhöhungen bei Treffen zwischen Erdoğan und Şimşek

Im Rahmen der Vorbereitungen auf mögliche vorgezogene Neuwahlen, die die AKP für 2027 plant, wurde behauptet, dass die Regierung eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns und der Renten vorbereitet.

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Es wurde behauptet, dass in den vergangenen Tagen ein wichtiges Treffen zwischen dem AKP-Vorsitzenden und Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan sowie dem Minister für Schatz und Finanzen Mehmet Şimşek stattgefunden hat. Bei diesem Treffen sollen trotz der derzeitigen restriktiven Geldpolitik neue Schritte zur Gehaltserhöhung für Rentner und Mindestlohnempfänger erörtert worden sein.

Minister Şimşek, der nach den Wahlen im Mai 2023 sein Amt antrat, hat eine restriktive Politik gegen die hohe Inflation verfolgt und Gehaltserhöhungen seit einiger Zeit auf den Inflationsausgleich begrenzt. Insbesondere Rentner erhielten in den letzten Jahren lediglich Erhöhungen in Höhe der Inflationsrate, während die Mindestlohnerhöhungen weiterhin unter der Inflationsrate blieben.

MÖGLICHKEIT VORGEZOGENER NEUWAHLEN UND ERHÖHUNGSVORBEREITUNGEN

Quellen aus der Partei zufolge gibt es jedoch Stimmen, die darauf hinweisen, dass die Option vorgezogener Neuwahlen auf dem Tisch liegt, damit Staatspräsident Erdoğan erneut kandidieren kann. In diesem Zusammenhang hat die Wirtschaftsführung ihre Arbeiten an der Höhe der Mindestlohnerhöhung zum Jahresende beschleunigt. Kreisen aus dem Wirtschaftsumfeld zufolge zeichnet sich eine Formel ab, bei der zum Jahresende zusätzlich zur Inflationsrate eine pauschale Erhöhung von 20 Prozent auf den Mindestlohn gewährt werden könnte. Damit wolle die Regierung die Mindestlohnempfänger vor den Wahlen entlasten und die Unterstützung erhöhen.

WOHLFAHRTSANTEIL FÜR RENTNER AUF DER AGENDA

Darüber hinaus ist geplant, die Anwendung eines "Wohlfahrtsanteils" für Rentner zum Jahresende wieder auf die Tagesordnung zu setzen und die gesamten Erhöhungsraten anzuheben. Es wird behauptet, dass die Umsetzung der Erhöhungen in der zweiten Jahreshälfte Teil der Wahlvorbereitungen sei.

IRAN-KONFLIKT BREMST PAUSCHALE ERHÖHUNG

Einem Bericht von Hilal Köylü zufolge gibt es ein weiteres Detail aus Wirtschaftskreisen: Die ursprünglich für Juni geplante pauschale Erhöhung sei aufgrund der Entwicklungen im Iran und der veränderten Bedingungen in der Region auf das Jahresende verschoben worden. Auf diese Weise soll den Lohnempfängern zusätzliche Unterstützung gewährt werden, ohne die Politik zur Inflationsbekämpfung zu gefährden.