Bei Drogenrazzia aus dem Haus geholt: Regierungsnahe Zeitung streicht Namen von Mert Yazıcıoğlu
Im Rahmen einer von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft geführten Untersuchung wurden gegen 19 prominente Persönlichkeiten Verfahren wegen des Vorwurfs des „Gebrauchs von Drogen oder Stimulanzien“ eingeleitet. In der Berichterstattung der regierungsnahen Zeitung Sabah fiel jedoch eine auffällige Lücke auf: Der Name von Mert Yazıcıoğlu wurde zensiert.
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Im Zuge einer Untersuchung, die vom Büro für Schmuggel, Betäubungsmittel und Wirtschaftsdelikte der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft koordiniert wird, wurde ein Verfahren wegen „Gebrauchs von Drogen oder Stimulanzien“ eröffnet, in dem zahlreiche Namen aus der Magazin- und Kunstwelt genannt werden.
Im Rahmen der Ermittlungen wurden gegen 19 bekannte Persönlichkeiten Verfahren eingeleitet. Teams des Istanbuler Provinzgendarmeriekommandos führten in den Morgenstunden zeitgleich Razzien an verschiedenen Adressen durch.
Zu den in der Operation genannten Namen gehören Dilan Polat, Engin Polat, İrem Derici, Kubilay Aka, Kaan Yıldırım, Hadise Açıkgöz, Berrak Tüzünataç, Duygu Özaslan Mutaf, Demet Evgar Babataş, Zeynep Meriç Aral Keskin, Özge Özpirinçci, Mert Yazıcıoğlu, Feyza Altun, Derin Talu, Deren Talu, Ziynet Sali, Birce Akalay, Metin Akdülger und Ceren Moray Orcan.
SABAH-ZEITUNG LÄSST MERT YAZICIOĞLU AUS
Wie die Zeitung Cumhuriyet berichtet, veröffentlichte die Sabah-Zeitung, die als erste über die Untersuchung berichtete, eine Liste mit 19 Namen samt Fotos. Ein Detail entging jedoch aufmerksamen Lesern nicht.
Die Zeitung erwähnte Mert Yazıcıoğlu, den Hauptdarsteller der Serie „Kuruluş Orhan“, die sich derzeit auf dem Sender ATV auf ihre Ausstrahlung vorbereitet, in ihrem Bericht nicht.
Dieser Umstand sorgte in den sozialen Medien schnell für Aufsehen. Nutzer kritisierten den Bericht mit Kommentaren wie: „Gab es eine Zensur, weil er der Hauptdarsteller einer Serie des Senders ist?“
Einige Journalisten werteten das Verhalten von Sabah als ein Beispiel dafür, wie Medienorgane aus politischen und kommerziellen Gründen „redaktionelle Eingriffe“ vornehmen.