Bei Israels Angriff auf den Iran kamen 6 Atomwissenschaftler ums Leben

Die jüngsten Luftangriffe Israels auf den Iran haben nicht nur militärische Ziele getroffen, sondern auch die wissenschaftliche Gemeinschaft schwer erschüttert. Berichten der iranischen Presse zufolge kamen bei den Angriffen sechs Wissenschaftler ums Leben, die kritische Aufgaben im iranischen Atomprogramm innehatten.

12punto

Bei den jüngsten Luftangriffen Israels auf den Iran hat die wissenschaftliche Gemeinschaft schwere Verluste erlitten. Wie die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet, kamen bei den Angriffen sechs führende iranische Atomwissenschaftler ums Leben.

Die Angriffe, die Israel in den frühen Morgenstunden durchführte, zielten neben der Hauptstadt Teheran auch auf strategisch wichtige Städte wie Täbris, die Atomanlage Natans in Isfahan, Lorestan und Kermanschah ab. Während der Operationen wurden sowohl militärische Zentren als auch zivile Wohngebiete getroffen.

Die Namen der bei den Angriffen getöteten Atomwissenschaftler wurden wie folgt bekannt gegeben: Abdulhamid Manouchehr, Ahmed Reza Zolfaghari, Amir Hossein Faghihi, Motlabizadeh, Mohammad Mehdi Tehranchi und Fereydoun Abbasi.

Unter den Verstorbenen befinden sich Persönlichkeiten, die eine entscheidende Rolle im iranischen Atomprogramm spielten. Fereydoun Abbasi beispielsweise war einst Leiter der iranischen Atomenergieorganisation und hatte 2010 ein Attentat überlebt, das Israel zugeschrieben wurde. Mohammad Mehdi Tehranchi war als Rektor der Islamischen Azad-Universität tätig.

HOCHRANGIGE MILITÄRISCHE VERLUSTE

Die Angriffe trafen nicht nur die wissenschaftliche Welt, sondern auch die obersten Ränge des iranischen Militärs. Es wurde bekannt gegeben, dass auch der Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, Generalmajor Mohammad Bagheri, und der Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden, Generalmajor Hossein Salami, bei den Angriffen ums Leben kamen.

AUCH ZIVILISTEN IM VISIER

Die Tatsache, dass in vielen Städten, allen voran in Teheran, zivile Wohngebiete ins Visier genommen wurden, macht das Ausmaß des Angriffs noch umstrittener. Ersten Erkenntnissen zufolge kamen zahlreiche Zivilisten ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt.