Bekannter türkischer Geschäftsmann festgenommen
Der Vorstandsvorsitzende von TAV Havalimanları, Sani Şener, wurde in Frankreich im Rahmen einer Untersuchung zu einer Investition in Tunesien festgenommen.
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Der Vorstandsvorsitzende von TAV İnşaat, Sani Şener, wurde am 19. Januar 2026 am Flughafen Lyon in der französischen Stadt Lyon festgenommen. Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer Untersuchung, die im Zusammenhang mit einer im Jahr 2007 in Tunesien getätigten Flughafeninvestition eingeleitet wurde.
UNTERSUCHUNG WIRD ÜBER TAV TUNESIEN GEFÜHRT
Die Untersuchung in Frankreich wird über das Unternehmen TAV Tunesien geführt, das sich vollständig im Besitz der TAV Havalimanları Holding befindet, an der Aeroports de Paris einen Anteil von 46,1 Prozent hält. Es wurde erklärt, dass Şener im Rahmen der besagten Untersuchung „vorübergehend zur Befragung“ festgenommen wurde.
In der Erklärung von TAV Havalimanları wurde daran erinnert, dass Şener seit 2022 von allen Ämtern im Unternehmen zurückgetreten ist, und die Festnahme als „ungerechtfertigt, grundlos und unverhältnismäßig“ bezeichnet. Das Unternehmen argumentierte, dass Şener „im Kern aufgrund des politischen Transformationsprozesses Tunesiens, der mit dem Arabischen Frühling 2011 begann, und der Untersuchung der in der vorangegangenen Periode getätigten Investitionen“ festgenommen wurde, und bezeichnete eine solche Behandlung als „weder fair noch verhältnismäßig“.
In der Erklärung wurde zudem betont, dass Şener bereit gewesen wäre, alle ihm vorliegenden Informationen zu teilen, falls er dazu eingeladen worden wäre, und dass die Festnahme eine unnötige und unverhältnismäßige Maßnahme darstelle.
KONTAKTE AUF HÖCHSTER EBENE ZWISCHEN DER TÜRKEI UND FRANKREICH
Nach dem Vorfall wurde mitgeteilt, dass sowohl die türkische als auch die französische Regierung Kontakte auf höchster Ebene aufgenommen haben. Der Erklärung zufolge verfolgen beide Länder die Angelegenheit vor lokalen und internationalen Gerichten. Es wurde angemerkt, dass die Bemühungen der Türkei und Frankreichs andauern, um die schnellstmögliche Freilassung von Şener zu erreichen, damit er sein Auslandsprogramm fortsetzen kann.