Bemerkenswerte Aussage von Hakan Fidan vor dem NATO-Gipfel: 'Die schwierigste Phase war es, Trump zu überzeugen'

Außenminister Hakan Fidan äußerte sich bei einer Veranstaltung in Ankara zur Zukunft der NATO, zur europäischen Sicherheit und zum bevorstehenden NATO-Gipfel. Fidan erklärte, der kritischste Punkt bei den Vorbereitungen auf den Gipfel sei es gewesen, die Teilnahme von US-Präsident Donald Trump sicherzustellen, und fügte hinzu, dass diese Phase nun hinter ihnen liege.

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Außenminister Hakan Fidan äußerte sich bei einer Veranstaltung mit dem Titel "Europäische Sicherheit nach dem Ankara-Gipfel: Stärkung der Zusammenarbeit zwischen NATO-Verbündeten in ganz Europa", die in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Strategische Forschung (SAM) des Außenministeriums und Chatham House in Ankara stattfand, umfassend zur Zukunft der NATO, zur europäischen Sicherheit und zur Rolle der Türkei innerhalb des Bündnisses.

Nach Informationen aus diplomatischen Kreisen betonte Fidan, dass das wichtigste Thema im Vorbereitungsprozess des bevorstehenden NATO-Gipfels darin bestanden habe, die Teilnahme von US-Präsident Donald Trump am Gipfel zu gewährleisten.

"DIE SCHWIERIGSTE PHASE WAR ES, TRUMP ZU ÜBERZEUGEN"

Fidan erklärte, das größte Hindernis im Gipfelprozess sei es gewesen, die Teilnahme von Donald Trump an dem Treffen sicherzustellen, und sagte, dass nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Phase der schwierigste Teil überstanden sei.

Fidan wies darauf hin, dass es zwischen den USA und Europa von Zeit zu Zeit Meinungsverschiedenheiten gebe, betonte jedoch, dass er nicht erwarte, dass sich diese Differenzen auf dem NATO-Gipfel zu einer unkontrollierbaren Krise ausweiten würden.

Fidan unterstrich, dass Trumps Teilnahme am Gipfel wichtig sei, um mögliche Unstimmigkeiten auf gesunde Weise zu bewältigen, und fügte hinzu, dass er für den Gipfel keine Atmosphäre erwarte, in der gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen Europa und den USA im Vordergrund stünden.

"DIE NATO DARF KEINE STRUKTUR SEIN, DIE NUR AUF KRISEN REAGIERT"

Außenminister Fidan erklärte, dass die NATO in der kommenden Zeit nicht nur als ein Bündnis agieren dürfe, das lediglich auf bestehende Bedrohungen reagiere.

Fidan wies auf die Bedeutung einer langfristigen, umfassenden und strategischen Sicherheitsauffassung des Bündnisses hin und sagte, dass der Aufbau strategischer Kapazitäten in der neuen Ära zu einem vorrangigen Ziel werden müsse.

BETONUNG DER ROLLE DER TÜRKEI FÜR DIE EUROPÄISCHE SICHERHEIT

Fidan betonte, dass die europäische Sicherheit nicht nur im Rahmen der Europäischen Union bewertet werden könne, und wies auf die Notwendigkeit eines umfassenderen Sicherheitsansatzes hin.

Fidan betonte, dass die Türkei in diesem Prozess eine zentrale Rolle einnehme, und merkte an, dass Ankara seine Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine fortsetze.

Gleichzeitig betonte er, dass es für die europäische Sicherheit wichtig sei, diplomatische Kontakte und Dialogkanäle mit Russland offen zu halten.

AUFRUF ZUR INKLUSIVEN ZUSAMMENARBEIT IN DER RÜSTUNGSINDUSTRIE

Fidan erklärte, dass Partnerschaften im Bereich der Verteidigungsindustrie nicht nur auf die Europäische Union ausgerichtet sein sollten, und sagte, dass Länder mit einer starken Verteidigungsinfrastruktur wie die Türkei und Großbritannien natürliche und unverzichtbare Partner in der europäischen Verteidigungszusammenarbeit seien.

Fidan äußerte, dass Europa die Forderungen der USA nach einer Lastenteilung in der Verteidigung nicht als Druck oder Drohung betrachten sollte, und betonte, dass es für den Kontinent unvermeidlich sei, mehr Verantwortung im Sicherheitsbereich zu übernehmen.

Er fügte hinzu, dass die Stärkung der europäischen Verteidigungskapazitäten sowohl für die Zukunft der NATO als auch für die strategische Widerstandsfähigkeit des Kontinents von Bedeutung sei.

"DIE BÜHNE IN ANKARA IST BEREIT"

In einem Beitrag auf seinem Social-Media-Konto vor dem NATO-Gipfel erklärte Fidan zudem, dass Ankara bereit sei, den kritischen Gipfel auszurichten.

Fidan betonte, dass die Türkei unter der Führung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan die NATO-Mitglieder empfangen werde, und hob hervor, dass die in Ankara getroffenen Entscheidungen nicht nur Lösungen für aktuelle Sicherheitsprobleme bieten, sondern auch maßgeblich für die Gestaltung der euro-atlantischen Sicherheitsarchitektur in den kommenden Jahren sein würden.

"BEDROHUNGEN SIND SCHNELLER UND KOMPLEXER"

Fidan erklärte, dass die kollektive Verteidigung weiterhin das Grundprinzip der NATO bleibe, sich das Sicherheitsumfeld jedoch erheblich verändert habe.

Fidan betonte, dass Bedrohungen heute mehrdimensional seien, sich schneller entwickelten und eine komplexere Struktur aufwiesen, und sagte, dass das klassische Sicherheitsverständnis nicht ausreiche, um diesem neuen Bild gerecht zu werden.

Fidan erklärte, dass die entscheidenden Faktoren in der neuen Ära verlegbare militärische Fähigkeiten, Produktionskapazitäten der Verteidigungsindustrie und der Grad der operativen Bereitschaft sein würden, und betonte, dass ein stärkerer Beitrag Europas zur Verteidigung zu einer Notwendigkeit geworden sei.

"HINDERNISSE SIND ZU EINER STRATEGISCHEN BELASTUNG GEWORDEN"

Fidan erklärte, dass Praktiken, die die Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie einschränken, die Effizienz verringerten und die Reaktion auf Krisen verlangsamten, und betonte, dass diese Hindernisse mittlerweile eine strategische Belastung darstellten.

Fidan betonte, dass Verteidigungsinitiativen, die in Europa entwickelt werden, alle NATO-Verbündeten einbeziehen sollten, und sagte, das eigentliche Problem sei nicht nur, wie auf Bedrohungen reagiert werde, sondern die Schaffung eines neuen Kooperationsmodells, das den veränderten Sicherheitsbedingungen entspreche.