Bemerkenswerte Botschaft zum neuen Justizjahr von MHP-Politiker Yıldız: 'Untersuchungshaft ist keine Strafe'

Der stellvertretende MHP-Vorsitzende Feti Yıldız betonte in seiner Botschaft zum neuen Justizjahr die Bedeutung der "Verhandlung in Freiheit" und erinnerte daran, dass die Untersuchungshaft keine Strafe, sondern eine vorübergehende Maßnahme sei.

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Der stellvertretende MHP-Vorsitzende Feti Yıldız veröffentlichte anlässlich des Beginns des neuen Justizjahres eine Nachricht auf seinem X-Account. In seiner Botschaft "Verhandlung in Freiheit" thematisierte Yıldız und erklärte, dass die Untersuchungshaft keine Verurteilung bedeute und lediglich als vorübergehende Maßnahme angewendet werden dürfe.

„UNTERSUCHUNGSHAFT IST KEINE STRAFE“

Yıldız äußerte sich in seiner Erklärung wie folgt:

Unabhängige und unparteiische Justizdienste im Namen der türkischen Nation,

an unseren erstinstanzlichen Gerichten in der ordentlichen und Verwaltungsgerichtsbarkeit, 

an den Regionalgerichten und Regional 

In unseren Verwaltungsgerichten sowie am Kassationshof und am Staatsrat wird die Arbeit von Richtern und Staatsanwälten geleistet, denen wir unser Vertrauen hinsichtlich ihres Rechtswissens, ihres Gewissens, ihrer Moral und ihres Verstandes entgegenbringen.

Ich wünsche unserem Volk und unserem Land, dass das Justizjahr 2025-2026 Gutes bringt. 

Bei Gerichtsverfahren:

Dass die Unschuldsvermutung als Grundlage dient, dass der Angeklagte im Zweifel profitiert,

dass niemand dazu gezwungen wird,

sich selbst zu belasten,  vor unabhängigen und unparteiischen Gerichten 

stattfindet. 

in der gesetzliche Richter tätig sind,

in der Verhandlungen mündlich, öffentlich und fair geführt werden,

in der Verfahren innerhalb einer angemessenen Frist abgeschlossen werden,

in der Beweise unmittelbar erhoben werden, 

die Menschenrechte achtet,

die eine schützende Justiz etabliert,

die der gerichtlichen Kontrolle unterliegt

Stärkung des Rechtsstaates,

Der Schutz der Menschenwürde,

der Schutz und die Förderung der Meinungsfreiheit,

ein gleichberechtigter und einfacher Zugang zu juristischen Dienstleistungen,

die Existenz von Konzepten wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten auf der Grundlage der Gleichheit, 

der umfassende Schutz des Rechts auf ein faires Verfahren, 

die Stärkung einer wiederherstellenden und kompensatorischen Justiz für gefährdete Gruppen,  

die Erhöhung der Garantien für das Recht auf ein Verfahren innerhalb einer angemessenen Frist,

die Beachtung international anerkannter Prinzipien und Regeln bei der Ausübung von Rechten,

die Etablierung einer vorhersehbaren und lösungsorientierten Justiz,

die Gewährleistung eines Gleichgewichts zwischen Sanktion und Vollstreckung, 

die konsequente Anwendung alternativer Sanktionen ist eine staatliche Aufgabe. Wie alle prozessualen Maßnahmen ist auch die Untersuchungshaft von vorübergehender Natur.  

Die Untersuchungshaft ist keine Strafe, sondern ein vorübergehendes Instrument, das dazu dient, die materielle Wahrheit zu ermitteln, den Strafprozess durchzuführen oder die Vollstreckung einer künftig zu erwartenden Strafe sicherzustellen. 

Da es sich um eine sehr schwerwiegende Schutzmaßnahme handelt, die das Recht auf Freiheit und Sicherheit der Person einschränkt, muss die Untersuchungshaft unter strengen Voraussetzungen, vorübergehend und mit größter Sorgfalt angewendet werden und  nur dann in Anspruch genommen werden.


AUCH BAHÇELİ MIT EINER BOTSCHAFT ZUR JUSTIZ

Auch der MHP-Vorsitzende Devlet Bahçeli hatte vor Kurzem mit Verweis auf die Ermittlungen gegen Kommunalverwaltungen einen ähnlichen Appell gerichtet. Bahçeli hatte folgende Erklärung abgegeben:

"Die Türkei muss sich rasch von den sich verschärfenden und auf viele Bereiche, insbesondere auf die Kommunalverwaltungen, ausweitenden Rechtsstreitigkeiten befreien, damit letztlich die vollständige Gerechtigkeit gewahrt bleibt. Mit dem Ende der gerichtlichen Sommerpause müssen die grundlosen Diskussionen und Reibereien, die die Justiz belasten, endgültig beendet werden. Der Abschluss der laufenden Ermittlungs- und Strafverfahren muss im Hinblick auf Demokratie und Rechtssicherheit unsere Priorität sein."