Bemerkenswertes Detail bei der Stromtragödie in Izmir: Durch Gutachten aufgedeckt
Im Bezirk Konak in Izmir wurde ein neues Sachverständigengutachten zu dem Vorfall eingereicht, bei dem zwei Menschen während eines Regenschauers durch einen Stromschlag ums Leben kamen. Im Bericht heißt es, dass „das Kabelschutzrohr in diesem Bereich entfernt wurde und die Isolierung aufgrund des Drucks des Abflussgitters auf das Kabel beschädigt wurde“.
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Nach dem Tod von zwei Personen, die am 12. Juli im Bezirk Konak in Izmir bei dem Versuch, sich vor einem Starkregen zu schützen, einen Stromschlag erlitten hatten, wurde ein auf Antrag einer Anwaltsgruppe erstelltes Sachverständigengutachten zur Beweissicherung zu den Akten genommen.
Der Bericht, der nach einer Ortsbesichtigung und einer Begutachtung durch Sachverständige am 18. Juli auf Antrag einer Anwaltsgruppe beim 7. Friedensgericht Izmir zur Feststellung der verantwortlichen Institutionen erstellt wurde, ist nun abgeschlossen.
KABELSCHUTZ ENTFERNT!
In dem den Akten hinzugefügten Bericht heißt es: „Das Stromkabel befand sich direkt unter dem Abflussgitter, die Tiefe des Kabels betrug etwa 15 Zentimeter, das Kabelschutzrohr wurde in diesem Bereich entfernt und die Isolierung wurde aufgrund des Drucks des Gitters auf das Kabel beschädigt.“
Murat Fatih Ülkü, einer der Anwälte, die den Antrag gestellt hatten, erklärte schriftlich, dass seit dem Tod der beiden Personen etwa zweieinhalb Monate vergangen seien und der Vorfall in Vergessenheit zu geraten drohe.
Ülkü behauptete, dass nach dem Vorfall und dem rechtlichen Prozess zahlreiche Personen Anträge eingereicht hätten, weil sie ähnliche Vorfälle erlebt hätten. Er betonte, dass die elektrischen Anlagen und Kabel in allen Straßen und Alleen, bei denen Probleme bestehen oder möglich sind, überprüft werden müssten.
WAS WAR PASSIERT?
Im Bezirk Konak in Izmir kamen Özge Ceren Deniz, die in eine Wasserpfütze getreten war, und İnanç Öktemay, der versuchte, sie zu retten, durch einen Stromschlag ums Leben. Nach den ersten Sachverständigengutachten zu dem Vorfall wurde ein Verfahren gegen 42 Angeklagte, darunter 13 Inhaftierte, eingeleitet, zu denen auch Führungskräfte der Generaldirektion İZSU und des Stromversorgers GDZ Elektrik Dağıtım gehören. Ihnen wird „fahrlässige Tötung mehrerer Personen“ vorgeworfen. Eine Anwaltsgruppe hatte sich an das 7. Friedensgericht Izmir gewandt, um die verantwortlichen Institutionen feststellen zu lassen, woraufhin eine erneute Begutachtung durch Sachverständige durchgeführt wurde.