Bemerkenswertes Detail zum neuen Verfassungsgerichtspräsidenten Kadir Özkaya! Was hatte er zu Can Atalay gesagt?
Es wurde bekannt, dass Kadir Özkaya, der zum Präsidenten des Verfassungsgerichts (AYM) gewählt wurde, im Fall der Individualbeschwerde des inhaftierten Gezi-Häftlings Can Atalay für eine „Verletzung“ gestimmt hatte. Zudem sorgte der Umstand für Aufmerksamkeit, dass Özkaya kein Absolvent einer juristischen Fakultät ist.
12punto
Da die Amtszeit des Präsidenten des Verfassungsgerichts (AYM), Zühtü Arslan, am 20. April endet, wurde heute die Wahl zum neuen Präsidenten abgehalten.
Özkaya wurde zum neuen Präsidenten des Obersten Gerichts gewählt, nachdem er 9 der Stimmen der 15 Mitglieder des Verfassungsgerichts, einschließlich des Präsidenten, erhalten und damit die absolute Mehrheit erreicht hatte.
Der andere Präsidentschaftskandidat, Yusuf Şevki Hakyemez, erhielt 6 Stimmen. Özkaya wird das Amt des Präsidenten aufgrund des Ablaufs seiner Amtszeit für 2 Jahre ausüben.
Es fiel auf, dass Özkaya, ein Absolvent der Fakultät für Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften der Gazi-Universität, Fachbereich Öffentliche Verwaltung, kein Absolvent einer juristischen Fakultät ist.
DAS DETAIL ZU CAN ATALAY
Kadir Özkaya hatte bei der Individualbeschwerde von Can Atalay, einem Häftling des Gezi-Prozesses, der trotz seiner Wahl zum Abgeordneten der Arbeiterpartei der Türkei (TİP) für Hatay nicht freigelassen und dessen Abgeordnetenstatus aufgehoben wurde, für eine „Verletzung“ gestimmt.
DER ERSTE PRÄSIDENT, DER AUS DEN VON ERDOĞAN ERNANNTEN MITGLIEDERN GEWÄHLT WURDE
Dem Bericht von Gökçer Tahincioğlu von T24 zufolge ist der neue Präsident des Verfassungsgerichts, Özkaya, zugleich das erste Mitglied, das aus den von AKP-Parteivorsitzenden und Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan ernannten Richtern zum Präsidenten gewählt wurde.
Özkaya hatte in Fällen wie dem als Zensurgesetz bekannten Desinformationsgesetz und den Anträgen auf Grundrechtsverletzungen der Friedensakademiker gegen die Kläger gestimmt.