Betrüger auf Online-Jagd: Vorsicht bei Studierenden im neuen Schuljahr
Mit Beginn des neuen Schul- und Studienjahres nehmen Betrüger Studierende ins Visier, die online Essen bestellen. Mit gefälschten Nachrichten fordern sie einen "Stornierungscode" an, um die Studierenden zu schädigen. Experten betonen, dass bei solchen Betrugsversuchen Vorsicht geboten ist.
İHA
Nach Beginn des neuen Schul- und Studienjahres haben die Aktivitäten von Betrügern zugenommen. In dieser Zeit, in der Studierende häufig Essen online bestellen, versuchen Betrüger, sie mit gefälschten Nachrichten zu erreichen. Insbesondere Studierenden, die gar kein Essen bestellt haben, senden sie Nachrichten wie: „Wir haben Ihnen einen Code geschickt. Nennen Sie uns diesen Code, damit wir Ihre Essensbestellung stornieren können“, um so einen Betrugsversuch zu unternehmen.
Die Rechtsanwältin Asiye Tuğçe Çakır erläuterte die Methode der Betrüger im Detail: „Die Betrüger zielen gezielt auf Studierende ab, bei denen eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie Essen bestellen. Diese Art von Betrug kann sowohl für die Studierenden als auch für ihre Familien zu finanziellen Verlusten führen. Wenn Sie von einer App angerufen werden, über die Sie Essen bestellt haben, geben Sie an, dass Sie keine Bestellung aufgegeben haben. Betrüger nutzen diese Situation jedoch aus, fordern einen Code von Ihnen an und können in dem Moment, in dem Sie diesen Code weitergeben, auf Ihr Konto zugreifen.“
Çakır empfahl folgende Maßnahmen, um sich vor Betrügern zu schützen: „Es ist wichtig, den Nummern, von denen Anrufe eingehen, nicht zu vertrauen, zu prüfen, woher der Code stammt, und zu bestätigen, dass Sie keine Bestellung aufgegeben haben. Kontaktieren Sie Ihre Angehörigen, um die Situation zu verifizieren, und setzen Sie sich gegebenenfalls mit den Betreibern der App in Verbindung. Zudem ist es von entscheidender Bedeutung, bei einem Betrugsfall die nächste Polizeidienststelle aufzusuchen und den Vorfall zu melden.“
Darüber hinaus wurde darauf hingewiesen, dass Betrüger in letzter Zeit neue Methoden über Personen mit unbelastetem Vorstrafenregister entwickelt haben. Diese Personen können als Vermittler fungieren, damit Betrüger gegen eine Provision Geld auf ihre Konten überweisen können. Çakır betonte, dass Bürger, die mit solchen Situationen konfrontiert werden, vorsichtig sein und ihre IBAN-Daten nicht mit unbekannten Personen teilen sollten.
Fatih Olgunçelik teilte seine persönlichen Erfahrungen und wies auf die Bedeutung hin, bei Nachrichten von Betrügern wachsam zu sein: „Ich habe vor einiger Zeit ähnliche Nachrichten erhalten. Ich lösche Nachrichten, die unter dem Vorwand von Paket- oder Essensbestellungen kommen, ohne sie zu lesen. Ich rate meinen Freunden ebenfalls dazu. Man muss gegenüber Betrugsfällen sensibel sein.“
Studierende und ihre Familien sollten bei solchen Betrugsmethoden wachsam sein und sich bei verdächtigen Vorfällen umgehend an die Behörden wenden. Es wird betont, dass das gesellschaftliche Bewusstsein für diese Art von Vorfällen, die mit Beginn des Bildungsjahres zunehmen, geschärft werden muss.