Bildungsministerium bereitet Sanktionen vor: Städtische Kindergärten in Gefahr

Mit einem neuen Rundschreiben des Bildungsministeriums verschärfen sich die Sanktionen gegen vorschulische Bildungseinrichtungen und Kinderbetreuungsangebote der Kommunen. Durch die neue Praxis könnte der Zugang zu Bildung für Tausende Kinder gefährdet sein.

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Während die Aussage von Bildungsminister Yusuf Tekin, „Wir werden weiterhin Protokolle mit Strukturen unterzeichnen, die Sie als 'Sekten oder Glaubensgemeinschaften' bezeichnen, wir aber als 'NGOs' sehen“, noch in lebhafter Erinnerung ist, hat das Ministerium einen neuen Schritt unternommen.

NEUES RUNDSCHREIBEN DES BILDUNGSMINISTERIUMS

Das Bildungsministerium (MEB) hat in einem aktuellen Rundschreiben angekündigt, die Kontrollen von Einrichtungen, die ohne Genehmigung Bildungs- und Unterbringungsdienste für Schüler anbieten, zu verstärken. In diesem Rahmen wurden insbesondere die von oppositionell geführten Kommunen betriebenen Kindergärten und vorschulischen Dienste ins Visier genommen.

TAUSENDE KINDER IN DREI GROSSSTÄDTEN BETROFFEN

Laut einem Bericht von Sözcü unterstützten Großstadtverwaltungen wie Istanbul, Ankara und Izmir Tausende Familien mit Kinderbetreuungszentren und Kindergärten. Während es in Istanbul bis 2019 keine städtischen Kindergärten gab, wurden in den Folgejahren 127 Standorte eröffnet, die insgesamt 12.367 Kindern Dienstleistungen bieten. In Ankara erhalten in 20 aktiven Zentren etwa 2.000 Kinder Bildung. In Izmir werden an 22 Standorten Vorschulprogramme für Kinder im Alter von 36 bis 66 Monaten durchgeführt. Die Gesamtzahl der Begünstigten in den drei Großstädten übersteigt 16.000.

BETONUNG AUF „UNGENEHMIGTER TÄTIGKEIT“ UND GELDSTRAFEN

Mit dem aktualisierten Rundschreiben wurde darauf hingewiesen, dass diese Zentren „ohne Genehmigung“ arbeiten und Einrichtungen, die unter Namen wie „Spielhaus“ oder ähnlichen Bezeichnungen tätig sind, geschlossen werden müssen. Für Institutionen, die sich nicht an die gesetzlichen Bestimmungen halten, sind Geldstrafen von bis zu 660.600 TL vorgesehen. Im Rundschreiben wurde betont, dass es gesetzwidrig sei, wenn Kommunen außerhalb von Schulen vorschulische Bildungsdienste unter anderen Bezeichnungen anbieten.

ANWENDUNG KÖNNTE FÜR DISKUSSIONEN SORGEN

Es fällt auf, dass die Anwendung vorwiegend oppositionell geführte Kommunen betrifft. Sollte eine solche Praxis umgesetzt werden, könnte der Wegfall der vorschulischen Bildungsmöglichkeiten für Tausende Kinder und Familien drohen.