Bill Gates räumt Epstein-Verbindung ein
Microsoft-Gründer Bill Gates hat sich bei den Mitarbeitern der Bill & Melinda Gates Foundation für seine früheren Verbindungen zu Jeffrey Epstein entschuldigt und die Verantwortung für Fehler übernommen, die dem Ruf der Stiftung geschadet haben.
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Neue Dokumente, die vom US-Justizministerium veröffentlicht wurden, haben die Details der Beziehung zwischen dem Microsoft-Gründer Bill Gates und dem wegen sexuellen Missbrauchs verurteilten Milliardär Jeffrey Epstein erneut in den Fokus gerückt. In einer Erklärung an die Mitarbeiter der Stiftung drückte Gates sein Bedauern über seine früheren Verbindungen zu Epstein aus und entschuldigte sich.
In den Erklärungen wurde darauf hingewiesen, dass Gates' langjährige Bekanntschaft mit Epstein dazu führte, dass auch Mitarbeiter der Gates-Stiftung an Treffen teilnahmen. Gates betonte, dass er nicht in Epsteins Verbrechen verwickelt war, wie behauptet wurde, und erklärte: „Ich entschuldige mich bei allen, die durch meine eigenen Entscheidungen in diese Situation geraten sind.“
Der milliardenschwere Geschäftsmann gab zudem zu, in der Vergangenheit romantische Beziehungen zu zwei russischen Frauen gehabt zu haben. Es wurde bekannt, dass es sich bei einer der Frauen um eine russische Bridge-Spielerin und bei der anderen um eine Kernphysikerin handelte. Gates räumte ein, dass diese Beziehungen in seinem Privatleben nicht mit den ethischen Standards seiner Wohltätigkeitsorganisation vereinbar waren und dem Ansehen seiner Institution geschadet hätten.
In einer Erklärung der Stiftungsverantwortlichen wurde betont, dass Gates auf alle in letzter Zeit aufgekommenen Vorwürfe reagiert habe, die volle Verantwortung für den Prozess übernehme und die notwendigen Schritte eingeleitet worden seien.
EPSTEINS E-MAILS UND VORWÜRFE
Während in den an die Presse gelangten Dokumenten zahlreiche Fotos von Gates und Epstein gemeinsam zu sehen sind, hat das Justizministerium neue Vorwürfe ans Licht gebracht, in denen der Name Gates fällt. Diesen Akten zufolge enthielten einige E-Mails, die Epstein an Gates schickte, auch Aussagen darüber, dass Gates an einer sexuell übertragbaren Krankheit erkrankt sei und eine Verschwörung geplant habe, um seiner damaligen Ehefrau Melinda Gates „heimlich Antibiotika zu verabreichen“. Bill Gates wies diese Vorwürfe entschieden zurück.
Gates argumentierte, dass es sich bei den Frauen auf den Fotos um Assistentinnen aus Epsteins Umfeld handelte, und sagte: „Um es klar zu sagen: Ich habe niemals Zeit mit den Opfern oder den Frauen an seiner Seite verbracht.“
Gates, der erklärte, dass er von Epsteins Verurteilung im Jahr 2008 gewusst habe, sagte: „Ich wusste, dass Epstein eine 18-monatige Einschränkung seiner Reisen hatte, aber ich habe seine Vergangenheit nicht sorgfältig genug geprüft.“ Epstein war 2008 wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden und hatte seine Haftstrafe unter einer Art „Sonderbedingungen“ verbüßt.
'DAMALS WIRKTE ES GEWÖHNLICH'
Gates erklärte, dass Bekanntschaften durch Epsteins effektive soziale Beziehungen in Wall-Street-Kreisen damals weit verbreitet waren. Er sagte, dass die Anwesenheit vieler bekannter Namen bei Stiftungstreffen dazu geführt habe, dass die Verbindungen normal erschienen. „Dass auch andere angesehene Persönlichkeiten an diesen Treffen teilnahmen, machte es mir leicht, den Eindruck zu gewinnen, dass dies ein normalisiertes Bild sei“, sagte er.
Einigen Vorwürfen zufolge soll Epstein jedoch versucht haben, den Geschäftsmann zu erpressen und Druck auf ihn auszuüben, indem er Gates' Beziehung zu der russischen Bridge-Spielerin Mila Antonova ausnutzte.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen sorgte Gates' Eingeständnis, dass seine früheren Beziehungen und Verbindungen zu Epstein der Stiftung geschadet hätten, für Aufsehen. Nach den Diskussionen in der Geschäftswelt und der Öffentlichkeit bekräftigte Gates, dass er sich bei der Öffentlichkeit und seinen Stakeholdern für sein Verhalten entschuldige, das nicht mit den Werten der Stiftung übereinstimme.