Bittere Bilanz am Tag der Pharmazie: Keine Medikamente, keine Arbeit

Der 14. Mai, der Tag der Pharmazie, stand weniger im Zeichen von Feierlichkeiten als vielmehr im Schatten zahlreicher Probleme. Apotheker betonten, dass der Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten auf dem Markt immer schwieriger werde und die Zahl der arbeitslosen Apotheker auf fast 10.000 gestiegen sei.

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Am wichtigsten Tag des pharmazeutischen Berufsstandes wiesen Branchenvertreter auf die wachsenden Probleme hin. Aufgrund von Wechselkursschwankungen, der Festlegung von Medikamentenpreisen auf Basis fester Wechselkurse, einer von Importen abhängigen Rohstoffpolitik sowie der Arzneimittelpreisverordnung sind viele lebenswichtige Medikamente auf dem Markt nicht verfügbar.

INFLATION BEI PHARMAZIE-FAKULTÄTEN

In der Türkei, wo es bis 1997 nur 7 pharmazeutische Fakultäten gab, liegt diese Zahl heute bei über 60. Die steigende Anzahl an Fakultäten hat jedoch nicht den Bedarf gedeckt, sondern die Arbeitslosigkeit befeuert. Während die Qualität der Ausbildung diskutiert wird, wird darauf hingewiesen, dass nur 17 Fakultäten über eine vollständige Akkreditierung verfügen.

10.000 APOTHEKER WARTEN AUF ANSTELLUNG

Nach Angaben des Türkischen Apothekerverbandes (Türk Eczacıları Birliği) sind in der gesamten Türkei etwa 10.000 Apotheker arbeitslos. Da im öffentlichen Dienst nicht genügend Stellen geschaffen werden und die Beschäftigungsmöglichkeiten im privaten Sektor schrumpfen, sind junge Apotheker zunehmend unfähig, ihren Beruf auszuüben.