Bittere Bilanz zwei Jahre nach dem Erdbeben: 650.000 Menschen leben noch immer in Containerstädten

Laut einem Bericht des Präsidialamtes für Strategie und Haushalt gibt es in der Erdbebenregion 395 Containerstädte. In Hatay, Adıyaman, Malatya und Kahramanmaraş kämpfen insgesamt 650.000 Menschen weiterhin in Containern um ihr tägliches Überleben.

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Obwohl zwei Jahre seit den Erdbeben von Kahramanmaraş und Hatay vergangen sind, leben zehntausende Erdbebenopfer weiterhin in provisorischen Unterkünften. Der vom Präsidialamt für Strategie und Haushalt erstellte „Bericht zum Wiederaufbau und zur Entwicklung nach den Erdbeben in Kahramanmaraş und Hatay“ verdeutlicht, dass das Wohnungsproblem in der Region weiterhin besteht.

Dem Bericht zufolge gibt es in der Erdbebenregion insgesamt 395 Containerstädte. In diesen Gebieten sind 650.071 Menschen in 214.000 Containern untergebracht. Während angegeben wird, dass sich 144.000 Container in den Stadtzentren und 70.000 in ländlichen Gebieten befinden, wurde betont, dass die höchste Anzahl an Bewohnern in Containerstädten in Hatay zu verzeichnen ist.

DIE MEISTEN ERDBEBENOPFER IN HATAY

Unter Ausschluss der ländlichen Gebiete ergibt sich für die Provinzen mit den meisten Containerstädten und Erdbebenopfern folgende Reihenfolge:

Hatay: 171.054 Personen in 204 Containerstädten

Adıyaman: 69.770 Personen in 55 Containerstädten

Malatya: 80.485 Personen in 75 Containerstädten

Kahramanmaraş: 52.493 Personen in 41 Containerstädten

Dem Bericht zufolge erschwert die Tatsache, dass das Wohnungsproblem in der Erdbebenregion nicht vollständig gelöst werden konnte, die Lebensbedingungen vor Ort weiterhin. Behörden betonen, dass die dauerhaften Wohnungen fertiggestellt werden müssen, um den Erdbebenopfern angemessene Wohnverhältnisse zu ermöglichen.