Boykottaufruf gefolgt: Deutlicher Rückgang bei Ankünften in der Türkei

Nach der Solidaritätsbekundung mit Pakistan zeigte der Aufruf Indiens Wirkung: Die Zahl der indischen Touristen in der Türkei ist innerhalb eines Jahres um über 43 Prozent gesunken.

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Nachdem Indien am 7. Mai Pakistan bombardierte, stiegen die Spannungen zwischen beiden Ländern rapide an. Während über die Möglichkeit eines Krieges diskutiert wurde, traf sich Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit dem pakistanischen Premierminister Shahbaz Sharif. Im Anschluss an das Gespräch kündigte die Türkei ihre Solidarität mit Pakistan an. Ankara erklärte zudem, zu diplomatischen Kontakten bereit zu sein, um eine weitere Eskalation der Spannungen zu verhindern.

BOYKOTTAUFRUF AUS INDIEN

Indien reagierte auf die Erklärungen der Türkei mit Kritik an Ankara und rief zu einem Reiseboykott auf. Dieser Aufruf zeigte in kurzer Zeit Wirkung.

DRASTISCHER RÜCKGANG BEI ANKÜNFTEN IN DER TÜRKEI

Der Boykott der Inder traf insbesondere den Tourismussektor. Offiziellen Daten zufolge sank die Zahl der indischen Touristen, die im Juli 2025 in die Türkei reisten, im Vergleich zum Vorjahr um 43,74 Prozent.

Im Juli 2023 besuchten 24.704 indische Touristen (einschließlich Transitpassagiere) die Türkei.

Im Juli 2024 stieg diese Zahl auf 28.875.

Im Juli 2025 blieb die Besucherzahl jedoch bei lediglich 16.244.

SOCIAL-MEDIA-KAMPAGNEN UND THY-BOYKOTT

In der indischen Öffentlichkeit intensivierten sich türkeifeindliche Social-Media-Kampagnen. Auch Turkish Airlines (THY) war von den Boykottaufrufen betroffen.

AUCH ASERBAIDSCHAN IM VISIER

Der Boykott beschränkte sich nicht nur auf die Türkei. Die indische Öffentlichkeit reagierte auch mit Ablehnung gegenüber Aserbaidschan. Während im Juni 2024 noch 28.315 Inder Aserbaidschan besuchten, sank diese Zahl im Juni 2025 auf 9.934.