Brandstiftung aus 'Rache': Internetrecherche und Skizzen angefertigt

Hinter der Brandstiftung an Fahrzeugen in Konya steckt ein Racheakt. Aliye Ay schmiedete einen Plan gegen Yaşar Soycan, den sie für ihre Entlassung verantwortlich machte. Gemeinsam mit ihrem 17-jährigen Neffen führte Ay tagelang Erkundungen durch und setzte die Fahrzeuge in Brand.

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In der Nacht des 14. Juni wurden im Stadtviertel Bahçeşehir im Konyaer Bezirk Meram zwei auf Yaşar Soycan (46) und seinen Sohn Cafer Soycan zugelassene Autos von unbekannten Tätern in Brand gesteckt. Die Fahrzeuge wurden durch das Feuer vollständig zerstört.

Dem Bericht des Journalisten Tolga Yanık von der Sabah Gazetesi zufolge erklärte Soycan, er habe seine entfernte Verwandte Aliye Ay im Verdacht.

''SIE FING AN, MICH ZU BEDROHEN''

Soycan, der angab, als Gabelstaplerfahrer in einer Fabrik zu arbeiten, sagte: "Meine entfernte Verwandte Aliye Ay fing im September 2023 auf meine Empfehlung hin in der Fabrik an zu arbeiten. Nach einiger Zeit begann Aliye aufgrund ihres Verhaltens Probleme zu bekommen.

Ich habe von Zeit zu Zeit vermittelt, um diese Probleme zu lösen. Wir sind sogar mit meiner Frau zu ihr nach Hause gegangen und haben ihr gut zugeredet. Aufgrund ihres Verhaltens wurde sie entlassen. Deshalb machte sie mich dafür verantwortlich und fing an, mich zu bedrohen."

FESTNAHMEN ERFOLGT

Die Teams der Raubdezernats der Sicherheitsdirektion ermittelten nach ihren Untersuchungen, dass Aliye Ay und ihr 17-jähriger Neffe H.A. die Brandstiftung begangen hatten. Beide Verdächtige wurden bei einer Operation festgenommen.

TAGELANGE ERKUNDUNGEN

Die Auswertung des Mobiltelefons von Aliye Ay sorgte für Entsetzen. Es wurde festgestellt, dass die junge Frau tagelang den Tatort ausgekundschaftet, eine Skizze der Gegend angefertigt und sogar im Voraus entschieden hatte, was sie bei der Tat tragen würde. Zudem soll Ay im Internet recherchiert haben, wie man eine Brandstiftung durchführt.

INHAFTIERUNGEN

Es wurde bekannt, dass Aliye Ay die Brandstiftung zunächst ihrem Bruder vorgeschlagen hatte. Nachdem dieser das Angebot abgelehnt hatte, wandte sie sich an ihren Neffen, dem sie Geld versprach, woraufhin sie die Tat gemeinsam ausführten.

Weiterhin wurde berichtet, dass Ay auf dem Weg zum Tatort einen wasserlosen Kanal nutzte, um nicht von Überwachungskameras erfasst zu werden. Beide Verdächtige gestanden ihre Taten und wurden dem Gericht vorgeführt. Ay und ihr Neffe H.A. wurden vom zuständigen Gericht in Untersuchungshaft genommen.