Brief von Murat Çalık aus dem Gefängnis
Der inhaftierte Bürgermeister von Beylikdüzü, Mehmet Murat Çalık, über den das Institut für Rechtsmedizin (Adli Tıp Kurumu) urteilte, dass sein Gesundheitszustand „kein Hindernis für den Gefängnisaufenthalt“ darstelle, drückte in einem Brief an ein CHP-Gemeinderatsmitglied aus, dass ihm die Gebete Kraft gäben.
12punto
Der inhaftierte Bürgermeister von Beylikdüzü, Mehmet Murat Çalık, schrieb aus dem Buca-Gefängnis einen Brief an das CHP-Gemeinderatsmitglied von Tuzla, Erdal Yasin Tüysüz, über seinen Gesundheitszustand.
Wie Sözcü berichtet, äußerte Çalık in seinem Brief, dass er trotz reichlichen Wassertrinkens kaum zur Toilette müsse, und schrieb folgende Zeilen:
„EURE GEBETE ERLEICHTERN MEIN HERZ“
„Ich versuche, meine Gesundheit zu bewahren. Ich bin dankbar für eure Gebete, möge Gott euch segnen. Glaubt mir, eure Gebete erleichtern mein Herz. Hier ist es sehr heiß, den Innenhof nutze ich kaum. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich am Tag schwitze und wieder trockne.“
„TROTZ WASSERTRINKENS…“
„Obwohl ich Wasser trinke, habe ich fast kein Bedürfnis, die Toilette aufzusuchen. Ich trinke beharrlich Wasser, damit die Nieren arbeiten. Passt auf euch auf, seid Gott anvertraut und hört nicht auf zu beten.“
WAS WAR PASSIERT?
Bei Çalık, der bereits zweimal wegen Krebs behandelt wurde und während seiner Haft erneut ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, wurde bei einer Knochenmarkbiopsie der Verdacht auf ein Lymphom festgestellt. Das Institut für Rechtsmedizin hatte für den operierten Bürgermeister Çalık entschieden, dass sein Gesundheitszustand kein Hindernis für einen Verbleib im Gefängnis darstelle.