BTK bremst unerwünschte Anrufe und SMS: Schwere Strafen für Verstöße

Die BTK hat neue Regelungen gegen unerwünschte Anrufe und SMS eingeführt, die Bürger belästigen. Anrufe und Nachrichten an Nicht-Abonnenten werden untersagt; Betreibern, die dagegen verstoßen, drohen Sanktionen bis hin zur Einstellung ihrer Dienste.

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Verkehrs- und Infrastrukturminister Abdulkadir Uraloğlu gab bekannt, dass die Informations- und Kommunikationstechnologiebehörde (BTK) neue Maßnahmen gegen unerwünschte Anrufe und Kurznachrichten eingeführt hat, die Bürger belästigen.

NEUER SCHRITT NACH BESCHWERDEN

Uraloğlu erklärte, dass bei der BTK in letzter Zeit zahlreiche Beschwerden über unerwünschte Anrufe und SMS eingegangen seien und nach einer umfassenden Prüfung dieser Anträge neue Entscheidungen getroffen wurden, um eine Nutzung elektronischer Kommunikationsdienste zu verhindern, die der nationalen Sicherheit und der öffentlichen Ordnung widerspricht.

BESCHRÄNKUNG FÜR ANRUFE UND NACHRICHTEN AN NICHT-ABONNENTEN

Uraloğlu betonte, dass das Ziel darin bestehe, Inhalte zu blockieren, die Bürger in Angst und Schrecken versetzen oder auf Betrug und Täuschung abzielen. Er wies darauf hin, dass auch Nachrichten und Anrufe mit Inhalten zu Wetten und Glücksspiel in diesen Rahmen fallen: "Von der BTK autorisierte Betreiber sowie deren Agenten/Händler, die im Namen des Betreibers handeln, dürfen für Zwecke wie Marketing, Werbung oder Information elektronischer Kommunikationsdienste nur ihre eigenen Abonnenten anrufen. Personen, die keine eigenen Abonnenten sind, dürfen weder telefonisch kontaktiert noch per SMS/MMS angeschrieben werden."

SCHWERE SANKTIONEN BEI VERSTÖSSEN

Uraloğlu erinnerte daran, dass bei der Feststellung von Anrufen und Nachrichten, die irreführende oder falsche Informationen enthalten, bereits administrative Sanktionen greifen, und erklärte, dass bei anhaltenden Verstößen noch strengere Maßnahmen ergriffen werden. In diesem Zusammenhang wurde mitgeteilt, dass die den Betreibern bereitgestellten Anrufweiterleitungs- und Terminierungsdienste eingeschränkt oder vollständig eingestellt werden könnten.

ÄNDERUNG DES NUMMERN- UND IDENTITÄTSPRÜFUNGSSYSTEMS

Uraloğlu ging auch auf technische Anpassungen ein und merkte an, dass die Neuzuweisung ungenutzter Nummern für Betreiber von Festnetztelefoniediensten storniert werde. Durch die Änderung der "Verfahren und Grundsätze zur Nutzung von Anrufer-Identitätsinformationen" werde verhindert, dass die Absenderkennung ausschließlich aus einer Nummer besteht. Auf diese Weise sollen insbesondere Nachrichten blockiert werden, die über 850er-Nummern und geografische Vorwahlnummern versendet werden, so Uraloğlu.

Zudem teilte er mit, dass für den Versand von Nachrichten die Verwendung einer sicheren elektronischen Signatur durch die autorisierte Person verpflichtend werde.

FILTER FÜR NACHRICHTEN AUS DEM AUSLAND

Uraloğlu erklärte, dass SMS und MMS, die aus dem Ausland an Abonnenten in der Türkei gesendet werden und einen Internetlink (URL) enthalten, direkt blockiert werden. Zudem müssen Betreiber, die Nachrichtendienste anbieten, Abonnementanträge künftig über das Registrierte Elektronische Postsystem (KEP) entgegennehmen. Mit dieser Regelung soll gegen nicht registrierte und gefälschte Anträge vorgegangen werden.