Cem Aydın muss 60.000 TL Entschädigung an Akın Gürlek zahlen

Das 44. Zivilgericht erster Instanz in Istanbul hat im Rahmen einer von Justiz-Vize-Minister Akın Gürlek eingereichten Klage auf immateriellen Schadensersatz den Vorsitzenden der CHP-Jugendorganisation, Cem Aydın, zur Zahlung von 60.000 TL verurteilt.

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Der Vorsitzende der CHP-Jugendorganisation, Cem Aydın, sah sich nach der erneuten Veröffentlichung eines Videos mit dem Titel „Anatomie einer mobilen Guillotine: Akın Gürlek“ in den sozialen Medien mit einem Gerichtsverfahren konfrontiert. Nach der Einleitung einer Untersuchung aufgrund dieses Beitrags wurde Aydın am 20. Januar von Ankara nach Istanbul gebracht, um dort seine Aussage zu machen.

Zu den gegen Aydın erhobenen Vorwürfen gehörten „Beleidigung eines Amtsträgers aufgrund seiner Tätigkeit“ sowie „Zielscheiben-Markierung von Personen, die an der Terrorismusbekämpfung beteiligt waren“. In der erstellten Anklageschrift wurde für den CHP-Jugendführer eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten bis zu fünf Jahren und vier Monaten sowie ein politisches Betätigungsverbot gefordert.

In der vergangenen Woche entschied das 14. Schwurgericht in Istanbul, Cem Aydın wegen „Beleidigung“ zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, fünf Monaten und 15 Tagen zu verurteilen, wobei die Urteilsverkündung ausgesetzt wurde. Vom Vorwurf der „Zielscheiben-Markierung“ wurde er freigesprochen. Es wurde beschlossen, das gegen Aydın verhängte Ausreiseverbot aufzuheben, sobald das Urteil rechtskräftig ist.

Während das Verfahren noch lief, reichte Akın Gürlek zudem eine Zivilklage gegen Aydın mit einer Forderung auf immateriellen Schadensersatz in Höhe von 100.000 TL ein. In der Klageschrift wurde gefordert: „Aufgrund des Leids, das der Kläger Akın Gürlek durch die erlittenen Beleidigungen und unberechtigten Anschuldigungen erfahren hat, ist vom Beklagten eine Entschädigung in Höhe von 100.000 TL zuzüglich Zinsen einzuziehen; die Prozesskosten sowie die Anwaltsgebühren der Gegenseite sind der anderen Partei aufzuerlegen.“

In dem heute abgeschlossenen Verfahren gab das 44. Zivilgericht erster Instanz in Istanbul dem Schadensersatzantrag teilweise statt und entschied, dass Cem Aydın 60.000 TL immateriellen Schadensersatz zahlen muss.