Cem Gürdeniz äußert sich zur „Neutralität“ angesichts der Schritte der Türkei mit der NATO: Warnung vor einer „Instrumentalisierung an der Front“
Der pensionierte Admiral Cem Gürdeniz bewertete die militärischen Schritte, die die Türkei gemeinsam mit der NATO unternehmen will, und äußerte eindringliche Warnungen zur Zukunft des Landes.
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Gürdeniz erklärte, dass die Nachricht über die Errichtung eines NATO-Marineführungskommandos in Anadolu Kavağı nicht als Zufall betrachtet werden dürfe, da sie unmittelbar auf die Pläne für ein gemeinsames NATO-Korpshauptquartier im Südosten folge. Er betonte, dass die Türkei in diesem Kriegsumfeld zunehmend ihre Neutralität zu verlieren beginne.
Der pensionierte Admiral Cem Gürdeniz teilte dazu folgende Einschätzung bezüglich der damit verbundenen Gefahren:
"Die Nachricht, dass im Herzen des Bosporus, in Anadolu Kavağı, ein NATO-Marineführungskommando errichtet werden soll, kam unmittelbar nach den Plänen für ein gemeinsames NATO-Korpshauptquartier im Südosten auf.
Hinzu kommt, dass vor zwei Tagen in den Anfahrtsgewässern des Bosporus ein türkischer Tanker, der 1.500.000 Barrel Rohöl transportierte, mit unbemannten Luft- und See-Systemen angegriffen wurde, deren Taktik und Technik mit der der Ukraine übereinstimmen.
Im gleichen Zeitraum vervollständigt der Besuch von BlackRock, einem der größten Akteure der globalen Finanzwelt, in Ankara das Bild.
All diese Entwicklungen sind nicht unabhängig voneinander zu betrachten; sie sollten vielmehr als Teile derselben geopolitischen Drucklinie gesehen werden.
Während die Konflikte zwischen Iran, den USA und Israel andauern und der Iran vor Ort weiterhin Widerstand leistet, ist die Stationierung eines NATO-Marineelements am Eingang des Bosporus durch die Türkei, das Russland im Schwarzen Meer direkt herausfordern könnte, ein strategisch äußerst riskanter Schritt.
Dieser Schachzug hat das Potenzial, nicht nur militärische, sondern auch politische und wirtschaftliche Konsequenzen nach sich zu ziehen.
Während des über vier Jahre andauernden Russland-Ukraine-Krieges war es der Türkei gelungen, durch die Anwendung von Artikel 19 des Montreux-Abkommens eine ausgewogene und neutrale Politik zu verfolgen.
Dass heute eine Entscheidung zur Debatte steht, die dieses Gleichgewicht gefährden könnte, wirft ernsthafte Fragen auf.
Unter welchen Bedingungen hat die Türkei diese Entscheidung getroffen? Gibt es einen massiven äußeren Druck?
Oder wird das Land zu einem Instrument gemacht, das bei den regionalen Vorstößen der NATO an die Front geschoben wird?
Noch wichtiger ist die Frage: Ebnet dieser Schritt den Weg für einen Prozess, der vollendeten Tatsachen einiger Akteure im Schwarzen Meer, allen voran Rumänien, und möglichen „False Flag“-Szenarien Vorschub leistet?
Die Antwort auf diese Fragen wird nicht nur die Gegenwart, sondern auch die geopolitische Position der Türkei in der kommenden Zeit bestimmen."
İstanbul Boğazı’nın kalbinde, Anadolu Kavağı’nda bir NATO Deniz Unsur Komutanlığı kurulacağı haberi; Güneydoğu’da NATO Müşterek Kolordu Karargâhı planının hemen ardından gündeme geldi.
— Cem GÜRDENİZ (@cemgurdeniznet) March 28, 2026
Buna, iki gün önce Boğaz yaklaşma sularında 1.500.000 varil ham petrol taşıyan Türk sahipli… https://t.co/fbNFkXhqMJ